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ARBÖ-Hitparade der Sommerpannen 2026
Die Hitze in den vergangenen Wochen hat auch die Arbeit der Pannenfahrer des ARBÖ Burgenland maßgeblich bestimmt. „Wie für Menschen waren die hohen Temperaturen auch für die Technik der Autos eine extreme Belastung“, sagt Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ Burgenland.
Zu fast 1.200 Pannen mussten die ARBÖ-Techniker zwischen dem 1. Juli und dem 15. August 2026 ausrücken, und in rund 240 Fällen wurde das Fahrzeug abgeschleppt, da eine Reparatur vor Ort nicht möglich war. „Eine Analyse aller Einsätze hat ergeben, dass der ‚Klassiker‘ – defekte Starterbatterien – unangefochten auf Platz Nummer 1 der ARBÖ-Hitparade der Sommerpannen 2026 liegt“, erklärt der ARBÖ-Techniker.
Die häufigsten Pannenursachen im Überblick:
- Platz Nummer 1: kaputte 12-Volt-Starterbatterien
Rund 45 Prozent aller Einsätze waren auf defekte Akkus zurückzuführen. Fahrzeuge mit einem konventionellen Diesel- oder Benzinmotor waren gleichermaßen betroffen wie E-Autos, bei welchen die 12-Volt-Batterie für das Starten des Betriebssystems verantwortlich ist. - Platz Nummer 2: Defekte an Motor und im Motormanagement
Für fast 22 Prozent der Einsätze waren kaputte Sensoren, Einspritzdüsen und elektronische Bauteile unmittelbar am Triebwerk verantwortlich. Von diesen Defekten waren hauptsächlich Pkw mit Verbrennungsmotor betroffen. - Platz Nummer 3: Elektronik
Defekte bei Lichtmaschine, Anlasser oder Beleuchtung wie auch am Bordnetz waren die Ursache bei mehr als zehn Prozent aller ARBÖ-Pannenfahrten. - Platz Nummer 4: Reifendefekte:
„Patschen“ machten gut neun Prozent aller Einsätze aus. Bei einem kaputten Reifen war das Abschleppen des Fahrzeugs meist unumgänglich, da moderne Neufahrzeuge nur noch selten ein Ersatz- oder Notrad an Bord haben und die beigelegten Pannensets vielfach nicht helfen.
Auffallend in den vergangenen Jahren war, dass die ARBÖ-Pannenfahrer immer wieder zu Einsätzen ausrücken mussten, da die Fahrzeugbesitzer unzureichende Kenntnisse über die Bedienung ihres Autos hatten. „In den modernen Autos ist die Bedienung vielfach komplex und oft nicht einfach zu durchschauen. Manchmal sind wichtige Funktionen in Untermenüs des Bedienungsbildschirms versteckt, und ebenso können die Symbole auf den Tasten irreführend sein. Wer sich nicht ausreichend mit der Bedienung seines Pkws beschäftigt, läuft Gefahr, fälschlich zu glauben, der Wagen sei defekt. Daher sollte man sich mit allen relevanten Features, die im Auto verbaut sind, eingehend beschäftigen, damit es nicht zu Panneneinsätzen wegen harmloser Bedienungsfehler kommt“, meint Graner.
Unterschiede in der Pannenstatistik des ARBÖ Burgenland zwischen E-Autos und Fahrzeugen mit Diesel-, Benzin- oder Hybrid-Antrieb gab es nur in wenigen Bereichen: „In Summe lässt sich festhalten: E-Autos sind nicht defektanfälliger als konventionelle Autos“, sagt Graner. Lediglich bei Pannen aufgrund defekter 12-Volt-Starterbatterien und Defekten am Bordnetz oder in der Elektronik ist der Anteil von E-Autos in der ARBÖ-Pannenstatistik marginal höher als bei Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Die Ursachen liegen in der insgesamt stärkeren Belastung der Bordelektronik aufgrund der komplexeren Steuergeräte und einem höheren Software-Anteil. Schäden am Hochvoltantrieb kommen hingegen nur in Einzelfällen vor.
Graner: „Der große Vorteil von E-Fahrzeugen im Vergleich zu Pkw mit Diesel- oder Benzinantrieb ist der einfachere Aufbau der Elektromotoren. Diese sind nahezu wartungsfrei und im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern technisch sehr simpel zusammengesetzt und damit viel weniger fehleranfällig“, führt Graner aus.
Nicht nur für die Technik der Autos, sondern auch für die ARBÖ-Pannentechniker war die Hitze während der Arbeit eine massive Belastung: „Damit ich die hohen Temperaturen so gut wie möglich überstehen konnte, hatte ich immer eine Flasche Wasser dabei und öffnete die Fenster, damit frische Luft ins Auto strömt. Die Klimaanlage habe ich nur aufgedreht, wenn ich längere Strecken bei meinen Pannenfahrten zurücklegen musste“, berichtet Markus Rath, Prüfzentrumsleiter in Eisenstadt, vom Arbeitsalltag der vergangenen Wochen.
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Bildquelle: ARBÖ Burgenland