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Marder machen Autobesitzern besonders im Mai zu schaffen

Jetzt ist Hochsaison - Marder treiben ihr Unwesen und beschädigen Fahrzeuge

Der Motorraum von Autos ist für Marder ein beliebtes Ziel. Fahrzeuge, die an verschiedenen Orten, über Nacht und im Freien geparkt werden, sind dabei einer erhöhten Gefahr ausgesetzt. Beim ARBÖ Burgenland häufen sich jedes Jahr im Mai die Panneneinsätze wegen Marderschäden an Pkw: Isoliermatten, Schläuche und leider auch Kabel liegen im Zentrum des Beuteschemas der Tiere, die zur Familie der hundeartigen Raubtiere gezählt werden, und verursachen Defekte.

Der Motorraum wird von Mardern häufig als Austragungsort möglicher Revierkämpfe ausgewählt. Denn hat ein Kleintier im Motorraum eines Autos gewütet, liegt das im Regelfall daran, dass es dort die Duftmarke eines Konkurrenten gewittert hat. Um sein Revier zu verteidigen, beißt das Kleintier zu. Angeknabberte oder zerfressene Kabel sowie durchbohrte Kühlerschläuche sind häufig das Ergebnis der vorrangig nächtlichen Aktivitäten. Dass Marder ab März bis in den Spätsommer besonders umtriebig sind, liegt daran, dass Paarungszeit herrscht, und die Revierkämpfe sind im „Wonnemonat Mai“ besonders intensiv.

„Vorbeugende Maßnahmen, damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es viele, ein absolutes Patentrezept gegen Marderschäden ist leider nicht bekannt“, erklärt Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ im Burgenland. Eine kostengünstige und einfach umzusetzende Lösung ist, ein feinmaschiges Drahtgitter oder ein Stück Maschendrahtzaun unter das Auto zu legen, da Marder den nachgiebigen und instabilen Untergrund meiden und der Zugang zum Motorraum versperrt wird.

Die Effekte eines Marderbisses offenbaren sich oft erst, wenn schon Folgeschäden angerichtet wurden, und die können bedeutend schlimmer ausfallen als zerbissene Kabel und Schläuche. Die Folgen reichen also von harmlosen Problemen wie einem defekten Zündkabel bis hin zu kostspieligen Defekten an Steuergeräten oder gefährlichen Schäden an den Antriebs- und Achsgelenken.

E-Autos sind wegen ihrer Verkleidungen am Unterboden und im Motorraum eigentlich recht gut geschützt. Bitter für den Besitzer kann es werden, wenn die Tiere diese Barrieren durchbrechen: Denn schadhafte Hochvoltkabel dürfen aus Sicherheitsgründen nicht repariert werden, und wenn der gesamte Kabelsatz getauscht werden muss, wird es richtig teuer.

 

Präventivmaßnahmen gegen Marderbisse:

  • Den zuverlässigsten Schutz bietet eine eigene, geschlossene Garage.
  • Wer keine Garage besitzt, kann unter das Fahrzeug ein feinmaschiges Drahtgitter - oder ein Stück Maschendrahtzaun - auflegen, das den Tierchen den Zugang zum Motorraum versperrt.
  • Spezielle Mardersprays, die mit Bitterstoffen Marder fernhalten
  • Ultraschallgeräte, welche die Tierchen akustisch abschrecken
  • Spezielle Kabelummantelungen, Schutzschläuche und Plastikabdeckungen
  • Elektroschockgeräte im Motorraum, welche Marder abschrecken, ohne sie zu verletzen.

 


Bildquelle: ARBÖ 

 

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