News Burgenland

Interesse an gebrauchten E-Autos steigt

Batterietest muss vor dem Kauf gemacht werden!

Ein wachsendes Kaufinteresse an gebrauchten E-Autos konnte der ARBÖ Burgenland in den vergangenen Monaten feststellen: „Die Anfragen nach einem Ankaufstest eines elektrobetriebenen Fahrzeuges sind seit Anfang März 2026 deutlich gestiegen“, sagt Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ im Burgenland. „Auslöser dafür dürften die massiv gestiegenen Treibstoffpreise durch den Krieg im Nahen Osten wie auch die allgemeinen Diskussionen über die Versorgungssicherheit mit Treibstoffen und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern sein. All das hat Autofahrer verstärkt bewogen, über einen Umstieg auf elektrobetriebene Pkw nachzudenken. Dadurch ist deutlich Schwung in den Markt für gebrauchte Stromer gekommen, wie wir nun auch in unseren Prüfzentren bei den Ankaufstests feststellen können“, erklärt Graner.

Ein gebrauchter Stromer sei aktuell sicherlich eine gute Alternative zu Pkw mit Diesel- oder Benzinmotor. Vor dem Kauf sollte man sich jedoch gut beraten lassen und informieren, damit der Wagen den gewünschten Einsatzmöglichkeiten entspricht. „Ein unabhängiger Ankaufstest sollte unbedingt gemacht werden, damit man nicht die Katze im Sack kauft und am Ende eine Enttäuschung erlebt“, empfiehlt der Cheftechniker des ARBÖ Burgenland.

Grundsätzlich gibt es anhand der ARBÖ-Pannenstatistik keinen Grund, nicht in einem E-Auto zu sitzen. Darum macht der Kauf eines guten Gebrauchten absolut Sinn. Viele Komponenten von Diesel- oder Benzinfahrzeugen wie Starter, Lichtmaschine oder Auspuff fehlen und können gar nicht erst kaputtgehen. Auch mit den immer komplexer werdenden Abgasnachbehandlungssystemen, die häufig Probleme machen, haben Elektroautos verständlicherweise keine Probleme. Die anderen technischen Komponenten eines Stromers unterscheiden sich ansonsten kaum von modernen Pkw mit konventionellem Antrieb. „Mehr Defekte als bei Verbrennerfahrzeugen gibt es definitiv nicht, so die Erfahrungswerte des ARBÖ in den vergangenen Jahren“, führt der ARBÖ-Techniker aus.

Kaufentscheidend bei E-Autos (und bei Plug-in-Hybriden) ist der Zustand der Batterie wie auch der Elektronik im Allgemeinen. „Der Akku ist schließlich entscheidend für Reichweite und Ladezeiten. Die Hersteller bieten vielfach Garantien von acht Jahren oder 160.000 Kilometern an. Was danach geschieht, ist schwer abschätzbar. Deshalb sollte die Leistungsfähigkeit der Batterie unbedingt vor dem Kauf eines Gebrauchten getestet werden“, meint der Cheftechniker des ARBÖ Burgenland. Ein Kompletttausch einer 90-kWh-Batterie schlägt sich mit rund 20.000 Euro zu Buche, bei einem Kleinwagen muss für einen Akkuwechsel mit 5.000 bis 10.000 Euro gerechnet werden. Ebenso sind Reparaturen von Batterien nicht billig, auch wenn sie in Österreich bei Unternehmen, welche sich auf diese spezialisiert haben, durchgeführt werden können.

„Ein Akkucheck – wie diesen der ARBÖ in seinen Prüfzentren anbietet - ist eine sinnvolle Investition für alle privaten Käufer wie auch Verkäufer eines E-Fahrzeugs, die eine objektive und herstellerunabhängige Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Batterie machen wollen. Bei diesem Check wird exakt geprüft, ob die Reichweitenangaben der Hersteller noch gegeben sind und welche Kapazität der Akku noch aufweist“, erklärt Graner. 

 

Bildquelle: ARBÖ Burgenland

 

Informationen des ARBÖ zum Datenschutz gemäß Art. 13 der DSGVO finden Sie unter: www.arboe.at/datenschutz