News Burgenland
ARBÖ-Tipps für einen sicheren Start in die Radsaison
Das frühlingshafte Wetter zieht viele Burgenländer wieder auf ihre Fahrräder. Doch bevor es zur ersten Frühlingsausfahrt geht, rät der ARBÖ Burgenland zu einem gründlichen Technik-Check. „Denn wer sein Rad regelmäßig wartet und pflegt, verlängert nicht nur dessen Lebensdauer, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit und Fahrspaß“, erklärt Jürgen Janisch, der Radexperte des ARBÖ Burgenland.
Fahrradfahren werde insgesamt immer populärer, sagt Martin Heissenberger, Landesdirektor des ARBÖ im Burgenland. „Egal, ob im Alltag oder in der Freizeit: Das Fahrrad ist eine klimafreundliche Alternative zum Auto - nicht nur wegen der stark gestiegenen Treibstoffpreise. Das Potenzial für den Radverkehr im Burgenland ist sehr groß: In acht von zehn burgenländischen Haushalten gibt es mindestens ein Fahrrad, und rund 50 Prozent aller Wege der Burgenländer sind kürzer als fünf Kilometer. Ein Umstieg vom Pkw auf ein Fahrrad wäre deshalb sehr einfach“, so Heissenberger.
Zusätzlich zum normalen Service für Autos, Mopeds und Motorräder hat der ARBÖ auch einen Pannendienst für Fahrräder und E-Bikes im Programm. „Kleine Defekte können sofort an Ort und Stelle behoben werden. Für Kleinstreparaturen wie lockere Befestigungen oder gerissene Bremsseile sind alle wichtigen Ersatzteile an Bord unserer Pannenfahrzeuge. Das Ziel der ARBÖ-Techniker bei ihren Einsätzen ist, die Weiterfahrt der Biker zu ermöglichen“, sagt Janisch. Sind jedoch beispielsweise der Bordcomputer oder der E-Motor defekt, bringen wir den Biker samt Rad in die nächste Fachwerkstätte oder nach Hause. Sollte eine Lösung direkt am Einsatz nicht möglich sein, ist der Transport von Fahrrad und Fahrer im Service inkludiert“, erklärt der ARBÖ-Techniker.
Tipps des ARBÖ-Experten für Reinigung und Pflege des Fahrrads vor dem Saisonstart:
Vor der technischen Kontrolle sollte das Rad gründlich gereinigt werden. Bei einem sauberen Fahrrad können Defekte leichter erkannt werden. Warmes Wasser, etwas Spülmittel und ein Schwamm oder Lappen reichen meist aus, um Verunreinigungen zu entfernen. Für hartnäckige Verschmutzungen aus der letzten Saison empfiehlt sich ein Spezialreiniger aus dem Fachhandel. Auf Hochdruckreiniger sollte man verzichten, da sie Wasser in Lager und Dichtungen drücken können und so Schaden anrichten.
Auch die Kette freut sich über eine Reinigung. Mit einem trockenen, sauberen Tuch lassen sich die alten Ölreste gut entfernen. Anschließend wird auf die Kette neuer Kettenspray aufgetragen und überschüssiges Öl mit einem Lappen abgewischt. Wer möchte, kann auch alle beweglichen Teile wie Gelenke oder das Schaltwerk mit speziellem Fahrradöl behandeln. Das schützt vor Rost und sorgt für geschmeidiges Fahren.
Schaltung
Neben der Kette sollte auch die Schaltung geprüft werden. Laufen die Schaltzüge noch leichtgängig und unbeschädigt durch ihre Hüllen? Funktioniert das Schaltwerk reibungslos, ohne zu hängen oder zu springen? Mit einem kurzen Funktionstest lässt sich klären, ob alle Gänge sauber durchschalten. Kleinere Justierungen können geübte Radfahrer selbst vornehmen. Bei Unsicherheiten oder größeren Problemen empfiehlt sich der Besuch bei einem Fachmann.
Bremsen
Sichere Bremsen sind das A und O. Deshalb sollten Beläge und Bremshebel vor der ersten Ausfahrt genau überprüft werden. Die Bremsbeläge dürfen nicht zu stark abgenutzt sein, und die Hebel müssen leichtgängig sowie zuverlässig greifen. Müssen die Bremsen nachgestellt oder Teile getauscht werden, hilft auch hier der Fachmann.
Reifencheck
Während der Lagerzeit im Winter können Schläuche und Reifen spröde oder rissig werden. In diesem Fall ist ein Austausch notwendig, um gefährliche Reifenplatzer zu vermeiden. Auch der Luftdruck sollte kontrolliert und bei Bedarf angepasst werden. Wer genau hinschaut, erkennt außerdem frühzeitig Unwuchten oder einen möglichen Achter im Rad.
Beleuchtung
Auch wenn die Tage im Frühling wieder länger werden, bleibt eine funktionierende Beleuchtung unerlässlich. Gesetzlich vorgeschrieben sind ein weißes Vorderlicht, ein rotes Rücklicht, ein weißer Reflektor vorne und ein roter Reflektor hinten. Zusätzlich müssen gelbe Reflektoren an den Pedalen und an den Speichen vorhanden sein, zum Beispiel in Form von Katzenaugen oder reflektierenden Streifen auf dem Reifen. Nach längerer Standzeit empfiehlt es sich, die Lichter zu testen und Batterien oder Akkus vollständig aufzuladen oder auszutauschen.
Bekleidung
Gerade in der Dämmerung oder bei wechselhaftem Wetter ist gute Sichtbarkeit entscheidend. Helle und reflektierende Kleidung sorgt dafür, dass man frühzeitig erkannt wird. Das gilt auch bei klarer Witterung, denn Kontraste helfen anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, Radfahrende besser wahrzunehmen.
Tipps für E-Bikes
Besonders für E-Bike-Nutzerinnen und -Nutzer: Akku und Motor nicht vergessen!
Wurde das E-Bike über den Winter bei moderaten Temperaturen, trocken und mit etwa halber Akkuladung gelagert, sollte der Akku in der Regel voll funktionstüchtig sein. Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt es sich, den Akku einmal vollständig aufzuladen. Auch eine vorsichtige Reinigung des Akkus und der Kontakte ist sinnvoll, um mögliche Korrosionsspuren frühzeitig zu erkennen.
Der Motor selbst gilt als wartungsarm, dennoch kann eine sanfte Reinigung und ein Blick auf sichtbare Schäden nicht schaden. Sobald das Display beziehungsweise das Bedienelement am Lenker auf ihre Funktionen getestet wurden, steht einer sicheren und angenehmen E-Bike-Tour nichts mehr im Weg.
Bildquelle: ARBÖ
Informationen des ARBÖ zum Datenschutz gemäß Art. 13 der DSGVO finden Sie unter: www.arboe.at/datenschutz