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Ski und Snowboards sicher transportieren

Im Fahrzeug-Innenraum transportierte Skischuhe, Ski und Snowboards können ungesichert zu gefährlichen Geschoßen werden.

Die Skisaison steuert auf ihren Höhepunkt zu. Kommende Woche starten die ersten Bundesländer in die Semesterferien und damit wird der Reiseverkehr, insbesondere an den Wochenenden, massiv zunehmen. Die Wintersportregionen sind gerüstet und auch die Wintersportfans freuen sich auf die Auszeit auf den Pisten, Loipen und Winterfunparks. Doch bevor das Pistenvergnügen losgehen kann, muss erst die Anreise hinter sich gebracht werden. Und dabei sollten Reisende auf den sicheren Transport der Ausrüstung ganz besonders achten.

Ein einzelner Skischuh oder Ski können im Falle eines Unfalles mit dem Vielfachen ihres Gewichts durch das Fahrzeug schleudern und mit ihren scharfen Kanten Insassen verletzen. Deshalb ist die richtige Sicherung der Sportgeräte unumgänglich. Außerdem kann die Missachtung der richtigen Transportsicherung zu hohen Strafen führen, wie Johann Kopinits, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, erklärt: „Der Strafrahmen für vorschriftswidrige Ladungssicherung beträgt bis zu 10.000 Euro. Außerdem droht eine Vormerkung im Führerscheinregister und im Falle eines Unfalles auch Probleme mit der Kaskoversicherung, die sich schadlos halten kann. Daher empfiehlt es sich, in ein passendes Trägersystem zu investieren.“

Der Fachhandel bietet eine Vielzahl an Systemen in Form von Dachboxen oder Skiträger an:
 

Dachbox 

Schützt Skier und Snowboards während der Fahrt sicher und zuverlässig vor Witterungseinflüssen. 
Bietet zusätzlichen Stauraum für Gepäck und schaffen damit mehr Platz im Innenraum des Fahrzeugs. 
Zu achten ist auf die maximale vom Dachboxenhersteller vorgeschriebene Zuladung sowie auf die vom Fahrzeughersteller maximal zugelassene Dachlast. 
Nachteil: Dachboxen sind oft teuer in der Anschaffung und müssen außerhalb der Skisaison aufbewahrt werden.
 

Skiträger 

Eine praktische Alternative, die sich einfach über ein Magnetsystem oder auf den Grundträgern am Autodach anbringen lässt. 
Skiträger sind platzsparend und leicht zu verstauen, wenn sie nicht benötigt werden. 
Nachteil: Im Gegensatz zu Dachboxen bieten sie keinen zusätzlichen Stauraum.

Beide Systeme erhöhen den Luftwiderstand des Fahrzeugs und damit auch den Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch erheblich. Außerdem verschiebt sich durch die zusätzliche Last der Schwerpunkt des Autos. Der ARBÖ rät daher, das Fahrverhalten anzupassen, die Geschwindigkeit zu reduzieren und vor Fahrtantritt den Reifendruck entsprechend den Angaben in der Betriebsanleitung zu erhöhen.
Sollte der Transport im Innenraum des Fahrzeugs notwendig sein, sollten folgende Tipps beachtet werden:


Skitransport im Innenraum 

Schuhe, Ski und Snowboards möglichst weit unten im Kofferraum und nicht in der Fahrgastzelle lagern. 
Alle Sportgeräte mittels Gurte oder geeigneter Netze festzurren. 
Kanten und Bindungen mit Decken schützen.

Unabhängig von der Transportmethode gilt es die Ladung ausreichend zu sichern, um allen Fahrmanövern wie beispielsweise Notbremsungen und Ausweichmanövern standzuhalten. „Wir empfehlen, drei Mal zu überprüfen, ob die Systeme richtig und fest sitzen: Nach der Montage, nach dem beladen und nach etwa 20 Kilometern Fahrt. Sollte etwas locker sein, einfach die Halterungen der Träger nachjustieren beziehungsweise die Spanngurte nachziehen“, so der Chefinstruktor der ARBÖ-Fahrsicherheit, Daniel Lindinger, abschließend.