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Vorsicht bei Autofahrten im Krankheitsfall
Der Winter brachte leider auch Erkältungen und die Grippe mit sich. Viele Menschen im Burgenland sind mit Fieber, Husten und Schnupfen ans Bett gefesselt. Doch auch im Krankheitsfall sind manche Wege – wie zum Arzt, in die Apotheke oder zum Einkaufen in den Supermarkt - unumgänglich und müssen selbst mit dem eigenen Auto zurückgelegt werden. „Grundsätzlich ist es nicht verboten, mit einem grippalen Infekt oder einer anderen Krankheit ein Kraftfahrzeug zu lenken. Allerdings ist im Gesetz klar geregelt, dass man nur dann ein Fahrzeug in Betrieb nehmen darf, wenn man geistig und körperlich dazu auch in der Lage ist“, erklärt Martin Heissenberger, Landesdirektor des ARBÖ im Burgenland.
Dies bedeutet: Starker Hustenreiz, Niesattacken und Ähnliches können die Fahrtüchtigkeit durchaus beeinträchtigen oder sogar gänzlich ausschließen. „Im Zweifelsfalle sollte man sich eher nicht an das Steuer setzen, da es nicht nur zu einer Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch zu einer Selbstgefährdung kommen kann“, meint Heissenberger. Zudem kann es zu rechtlichen Konsequenzen führen und zu Problemen mit der Versicherung kommen, wenn nachgewiesen wird, dass der körperliche Zustand beim Lenken des Kraftfahrzeugs beeinträchtigt war, rät der ARBÖ Burgenland.
Auch bei der Einnahme von Medikamenten ist besondere Vorsicht geboten, da viele Präparate die Verkehrstüchtigkeit einschränken können, es kann zu einer verringerten Reaktionsfähigkeit oder anderen verkehrseinschränkenden Nebenwirkungen kommen.
Ist es dennoch notwendig, mit dem Auto zu fahren, um zum Arzt, zu einer Apotheke oder zu einem Supermarkt zu kommen, rät der ARBÖ Burgenland zu besonderer Aufmerksamkeit und zu vorausschauendem Fahren. Entscheidend ist vor allem eine angepasste Geschwindigkeit: Wer plötzlich niesen muss und nur eine Sekunde lang die Augen schließt, legt in dieser Zeit bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h eine Strecke von rund 28 Metern im Blindflug zurück. Deshalb gilt: Das Tempo reduzieren, wenn man weiß, dass man nicht wirklich fit ist. Bereits die Verringerung der Geschwindigkeit um 10 km/h kann den Anhalteweg deutlich verkürzen und so die Sicherheit erhöhen.
„Gerade in der Erkältungs- und Grippesaison ist es daher besonders wichtig, die eigene Fahrtüchtigkeit realistisch einzuschätzen“, führt Heissenberger aus. „Wer sich krank fühlt oder in seiner Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist, sollte auf das Lenken des eigenen Fahrzeugs verzichten und alternative Mobilitätsmöglichkeiten wie ein Taxi nutzen oder Verwandte, Bekannte und Freunde um Hilfe bitten.“
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