ARBÖ: Hochbetrieb für den Pannendienst

Der ARBÖ Steiermark hat auch 2023 einen Pannenreport verfasst. Von Jänner bis Dezember 2023 mussten die ARBÖ-Pannenhelfer rund 12.000 Mal ausrücken. Pannenursache Nummer eins: Probleme mit der Batterie. Die meisten Pannen ereignen sich in der Mittagszeit.

Wer tagtäglich mehrmals zur Pannenbehebung ausrückt (im Schnitt 33 Mal pro Tag), der hat natürlich einiges zu erzählen. So auch der ARBÖ. Im steirischen Pannenreport fasst der Autofahrerklub nun zusammen, was sich auf den Straßen in der Steiermark  zwischen Jänner und Dezember 2023 in Sachen Pannen so alles abgespielt hat. Abgesehen von durchaus interessanten Fakten und Zahlen soll dieser Report aber auch einen ganz speziellen Aspekt rund um das Thema „Panne“ in den Fokus der öffentlichen Diskussion rücken: Das richtige Absichern einer Pannenstelle.

„Denn diesbezüglich erleben unsere Pannenhelfer täglich haarsträubende und höchst gefährliche Situationen“, erzählt Wolfgang Kahr, Betriebsleiter des ARBÖ-Steiermark. In der Hektik rund um eine Panne werden regelmäßig elementarste Sicherheitsbestimmungen vergessen“, weiß Kahr. Folgende fünf Punkte sind laut ARBÖ im Pannenfall unter allen Umständen zu beachten:

  • Fahrzeug, wenn möglich, abseits der Fahrbahn abstellen.
  • Warnblinkanlage einschalten.
  • Fahrzeug nur mit übergezogener Warnweste verlassen.
  • Pannenstelle mit Warndreieck absichern.

Empfohlene Distanz zwischen Fahrzeug und Warndreieck:

Ortsgebiet:    mindestens 50 Meter

Landstraße:  mindestens 100 Meter

Autobahn:     mindestens 150 Meter

  • Nicht im Fahrzeug auf Hilfe warten, sondern, wenn möglich, abseits der Fahrbahn (auf der Autobahn, wenn möglich, unbedingt HINTER den Leitplanken Schutz suchen).

 

Im vergangenen Jahr mussten die Pannenhelfer des ARBÖ-Steiermark rund 12.000 Mal ausrücken. Im Durchschnitt war man binnen 25 Minuten vor Ort.

 

 

 

 

Stärkste Pannenmonate: Mit 1.200 Einsätzen jeweils der Juli und August. Hier spürt man ganz deutlich die „Reiselust“ der Bevölkerung.

Häufigste Pannenursachen: Die mit Abstand meisten Einsätze sind nach wie vor der Starthilfe geschuldet. Auf Platz zwei: mechanische Defekte (z.B. Reifenschaden). Elektronische Probleme sind dann auf Rang drei zu finden.

Pannenhotspots: Die meisten Pannen wurden von der A9 Pyhrn Autobahn gemeldet. Knapp dahinter: Die A2, die Südautobahn.

Stärkste Pannenzeit: Rund um die Mittagszeit ist für die ARBÖ-Pannenhelfer jene Zeit des Tages, in der sie am stärksten gefordert sind.

Gefährliche Pannenstrecken: Die Autobahnen sind immer sehr problematisch und herausfordernd für unsere Pannenfahrer. In den Sommermonaten spitzt sich die Lage dann durch den verstärkten Reiseverkehr noch zu.

„Gerade hier erleben wir, trotz aller Vorsicht, nach wie vor immer wieder gefährliche Situationen. Daher unser dringender Appell an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, die Geschwindigkeit nicht immer nur bei Blaulicht, sondern auch bei unserem orangen Warnlicht zu verringern“ so Reg. Rat Klaus Eichberger, Präsident des ARBÖ Steiermark.