7 Tipps fürs Autofahren im Winter 

 

Der Winter ist für Wintersportler sicher die schönste Zeit im Jahr. Autofahrer hingegen erleben Kälte, Schnee und Eis eher mit gemischten Gefühlen. Denn kleine Pannen sind im Winter besonders unangenehm. Laut ARBÖ-Pannenstatistik sind streikende Batterien Hauptursache. Aber auch Defekte bei Elektrik und Mechanik kommen häufig vor. Die ARBÖ-Techniker sind stolz darauf, dass auch im Winter 94 Prozent der Pannen an Ort und Stelle behoben werden können. „Meist sind nur kleine Defekte schuld am unfreiwilligen Stopp“, weiß ARBÖ-Technikkoordinator Erich Groiss. Wir geben Ihnen 7 Tipps, wie Sie ohne viel Aufwand sicher und gut gerüstet durch den Winter kommen. Oder Sie kommen mit Ihrem Auto ganz einfach zum ARBÖ-Winter-Fit-Check in Ihr ARBÖ-Prüfzentrum. Und im Falle des Falles können Sie natürlich auf die rasche Hilfe der ARBÖ-Pannenfahrer unter der Notrufnummer 1-2-3 vertrauen.

 

Frostschutz: Check ist wichtig

Sollten Sie den Kühlerfrostschutz Ihres Wagens noch nicht überprüft haben, dann aber rasch zum ARBÖ, oder wollen Sie im Winter einen Riss im Kühler oder im Motorblock riskieren? Sparen Sie auch nicht beim Scheibenfrostschutz (Bild): Vereiste Spritzdüsen sind ein Ärgernis und können erhebliche Sichtprobleme schaffen.

Startprobleme: Was tun? 

Bei minus 10° C bringt eine Batterie gerade noch 65 Prozent ihrer Leistung an den Starter. Wenn das gute Stück ohnehin schon schwächelt, geht dann gar nichts mehr. Anschieben oder anschleppen ist keine gute Idee, kann den Kat nachhaltig schädigen und funktioniert bei Automatikgetrieben ohnehin nicht. Starthilfe per Kabel ist eine Lösung, aber nur wenn’s richtig gemacht wird: rotes Kabel mit den Pluspolen verbinden, dann schwarzes Kabel am Minuspol der Spenderbatterie und an einem blanken Metallteil im Motorraum des defekten Fahrzeuges anklemmen. Zuerst Spenderauto starten, danach das Auto mit der schwachen Batterie. Um Spannungsspitzen zu vermeiden, die der Elektronik schaden könnten, sollten die Starthilfekabel ca. zehn Minuten an beiden Fahrzeugen angeschlossen bleiben. Danach zuerst die schwarzen und dann die roten Klemmen entfernen. Um vor allem auf Kurzstrecken die Batterie zu schonen, sollte man die großen Stromfresser, wie Heckscheiben- oder Sitzheizung, eher sparsam verwenden (detailliertes Tutorial auf der ARBÖ-PannenApp). Am besten aber noch rechtzeitig vor der großen Kälte die Batterie beim ARBÖ checken lassen und – wenn sie schwächelt – gleich erneuern.

Schneeketten: Richtig anlegen und fahren 

Auf Nebenstraßen oder steilen Zufahrten kann es in verschneiten Gegenden vorkommen, dass man auf den letzten Metern ohne Ketten nicht mehr vorankommt. Montieren Sie Ketten rechtzeitig und nicht erst dort, wo der Wagen hängen bleibt. Nach einigen Metern Fahrt die Ketten nochmals nachspannen. Vorsicht, beim Fahren mit Ketten ändert sich das Lenkverhalten: Autos mit Frontantrieb werden beim Bremsen hinten ausbrechen, da den Hinterrädern die Seitenführung fehlt. Heckgetriebene Autos werden in flotten Kurven eher geradeaus weiterfahren, da die Lenkkräfte nicht so gut übertragen werden können. Tipp: Alte Handschuhe und ein ausgedienter Teppich können beim Kettenanlegen helfen.

Winterdiesel tanken gegen Ausflocken

Kälte. Ein Problem für Dieselmotoren sind eisige Temperaturen, da es zur Ausflockung (Parafin im Diesel wird zäh) kommen kann und sich das Auto nicht mehr starten lässt. Da kann der herkömmliche Winterdiesel (bis max. –20° C) schon an seine Grenzen kommen. Bereits ab minus 15 Grad wäre es daher sinnvoll, speziellen Premiumdiesel (bis –38° C) zu tanken. Aber auch ein Dieselfrostschutz (z. B. von Datacol) beugt zusätzlich vor und ist beim ARBÖ erhältlich.

"Warmfahren" schont den Motor

Schmierung. Moderne Leichtlauföle bilden zuverlässige Schmierfilme, aber schonendes „Warmfahren” bei moderaten Drehzahlen schont den Motor. Warmlaufen lassen am Stand ist übrigens aus Umweltgründen verboten und bringt auch nichts.

Bereifung: Für besten Kontakt zur Straße

Die Formel 4x4x4 hat durchaus Berechtigung: Vier Winterreifen, mindestens vier Millimeter Profiltiefe und nicht älter als vier Jahre, dann ist man auf der sicheren Seite. Als Winterreifen gelten auch Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung, und von der situativen Winterreifenpflicht in Österreich einmal abgesehen: Bei 80 km/h auf Schneefahrbahn haben Sie mit Sommerreifen einen um gut 40 Meter längeren Bremsweg als mit Winterreifen. Und auch für Winterreifen gilt: immer auf den korrekten Luftdruck achten!

Winterausrüstung: Eiskratzer und Co. 

Auch wenn Sie nur in der Stadt unterwegs sind, diese Dinge sollten Sie im Winter im Auto stets dabeihaben: Antifeuchtigkeitsspray, einen Enteiserspray, Handbesen und Eiskratzer, Abschleppseil, ev. Starthilfekabel und bei rauerem Klima sogar eine kleine Schneeschaufel. Wer vorhat, weitere Strecken zu fahren, wird über die Anschaffung von Schneeketten nicht hinwegkommen.