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Verantwortungslose Raser aus dem Verkehr ziehen

Maßnahmen gegen Raser, die Leib und Leben gefährden, sind wichtig und sinnvoll. Allerdings darf nicht jede Geschwindigkeitsübertretung dazu führen, dass Autolenker kriminalisiert werden.


Da überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen ist, sind Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit erhöhen, wichtig und richtig. Der ARBÖ trägt daher auch viele Teile des heute präsentierten Maßnahmenpakets mit und begrüßt grundsätzlich die Initiative, Raser, die Leib und Leben gefährden, aus dem Verkehr zu ziehen. Allerdings darf nicht jeder, der einmal aus Versehen geringfügig zu schnell fährt, als verantwortungsloser Hobbyrennfahrer abgestempelt werden, wie KommR. Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, ausführt: „Es muss klar unterschieden werden zwischen gemeingefährlichen Rasern und Autolenkern, die versehentlich mal zu schnell unterwegs sind. Nicht alle, die zu schnell fahren, sind Raser. Sogenannte Roadrunner und uneinsichtige Raser gehören aber natürlich bestraft, weshalb wir den Vorschlag, den Strafrahmen für Raser zu erhöhen, positiv bewerten. Rasen ist kein Kavaliersdelikt - sondern gefährlich.“

Auch die Verlängerung der Entzugsdauer und die Feststellung, dass illegale Straßenrennen künftig als besonders gefährliches Delikt eingestuft werden, begrüßt der ARBÖ. Kumnig: „Rennen auf öffentlichen Straßen gehören mit voller Härte bestraft. Die Menschen, die daran teilnehmen, gefährden nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und sorgen jedes Jahr für hohes Leid.“

Kritisch betrachtet der ARBÖ hingegen das Vorhaben, dass in Zukunft das Fahrzeug eingezogen werden kann. „Wir sehen da“, so KommR. Kumnig weiter, „viele offene Fragen. Was ist zum Beispiel mit Leih- oder Leasingfahrzeugen? Es liegen derzeit zu wenige Informationen vor, was hier geplant ist. Zudem muss jeglicher Eingriff ins Eigentumsrecht auf seine Verfassungsmäßigkeit geprüft werden.“

Der ARBÖ begrüßt jedenfalls grundsätzlich die Initiative, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. „Natürlich ist jeder tote Verkehrsteilnehmer einer zu viel. Wir werden uns als Mobilitätsklub daher weiterhin mit all unseren Möglichkeiten einsetzen, die Unfallzahlen zu reduzieren. Dies betrifft vor allem den Kampf gegen verantwortungslose Raser und Roadrunner“, so Kumnig abschließend.