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Ab Montag nur noch apfelgrün gültig

Ab 1. Februar 2021 gelten nur noch die digitale Vignette oder die apfelgrüne Klebevignette für das Jahr 2021 auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen.

Mit Sonntag, 31. Jänner 2021, läuft die Jahresvignette für das Jahr 2020 endgültig aus. Zu Wochenbeginn muss daher auf Autos, Motorrädern und leichten Wohnmobilen die neue Vignette angebracht oder die digitale Vignette gekauft und auch gültig sein. Der Tarif für die Jahresvignette beträgt 92,50 € (Pkw) beziehungsweise 36,70 € (Motorräder). Auch sind 10-Tages- und 2-Monatsvignetten erhältlich.

Bei Kauf der digitalen Vignette in einem der österreichweit 91 ARBÖ-Prüfzentren entfällt die 18-tägige Wartefrist im Vergleich zum ASFINAG-Webshop. Wer also auf den Kauf vergessen hat und dennoch die Vorteile der digitalen Vignette nutzen will, fährt einfach ins nächste ARBÖ-Prüfzentrum. Die Prüfzentren haben auch jetzt im Lockdown geöffnet, Informationen zu den Öffnungszeiten sind unter www.arboe.at zu finden. Die Bestellbestätigung, auf der unter anderem das Kennzeichen angeführt ist, muss bis zum Ende des Verwendungszeitraums aufbewahrt werden, Mitführpflicht im Kraftfahrzeug besteht allerdings keine.

Der Kaufnachweis für die Klebevignette sollte aufbewahrt werden. Im Fall eines Totalschadens oder bei Bruch der Windschutzscheibe dient er als Beleg, mit dem eine Ersatzvignette beantragt werden kann. Aufgeklebt werden muss die Vignette am linken Windschutzscheibenrand oder hinter dem Rückspiegel. Der ARBÖ empfiehlt heimischen Lenkern, nicht mehr als zwei Vignetten auf der Windschutzscheibe zu haben – solange die Sicht aber nicht behindert wird, gibt es keine Beschränkung der „Pickerl“-Anzahl.

Eine Ausnahme gibt es für Menschen mit Behinderung. Im Regelfall ist der Besitz eines Behindertenpasses gemäß Bundesbehindertengesetzes Voraussetzung für eine „Gratisvignette“. Nähere Infos dazu gibt es bei den Landesstellen des Bundesamtes für Soziales und Behindertenwesen – wo sie auch zu beantragen ist.

In den Nachbarländern Schweiz, Slowenien sowie Tschechien gilt Klebevignettenpflicht, in Ungarn und der Slowakei gibt es nur noch ein elektronisches Mautsystem (E-Vignette). In Deutschland verlangen zahlreiche Städte eine Umweltplakette. Zudem gibt es auch einige Großumweltzonen wie z.B. das Ruhrgebiet. Strenger ist da Slowenien: Hier sind keine alten, ungültigen slowenischen Vignetten erlaubt. Der ARBÖ empfiehlt, sich vor Auslandsfahrten nach den Landesvorschriften zu erkundigen, um Unannehmlichkeiten oder Strafen wegen zu vielen Aufklebern zu vermeiden.

Wer ohne gültiges Pickerl erwischt wird, hat in Österreich eine Ersatzmautzahlung in Höhe von 120 Euro zu leisten. Die neue Vignette ist bis 31. Jänner 2022 gültig.