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3 von 4 Kraftfahrer wollen härtere Strafen für verantwortungslose Raser

Eine Blitzumfrage des ARBÖ zeigt, dass viele Menschen härtere Strafen für gefährliche Raser durchaus positiv bewerten.

Raser sind Jahr für Jahr für schwere Unfälle und Leid verantwortlich. Die jüngsten Pläne der Bundesregierung sollen genau jene Lenker aus dem Verkehr ziehen. Dieses Vorhaben unterstützt der Mobilitätsklub ARBÖ, wird doch so die Verkehrssicherheit maßgeblich und nachhaltig erhöht. „Allerdings ist zu betonen, dass nicht jeder Pkw-Lenker, der aus Unachtsamkeit mal kurzfristig geringfügig zu schnell unterwegs ist, mit den verantwortungslosen Rasern gleichgesetzt wird. Es muss unterschieden werden, ob es um gemeingefährliche illegale Straßenrennen geht oder das Tempo aus Unachtsamkeit zu hoch war“, betont Sebastian Obrecht, ARBÖ-Pressesprecher.

Anlässlich der aktuellen Diskussion um die Erhöhung der Strafen für Raser hat der ARBÖ eine Online-Blitzumfrage mit 100 Teilnehmern durchgeführt, wie die Pläne von Kraftfahrern beurteilt werden. Das Ergebnis ist eindeutig: 78 Prozent sprechen sich für härtere Strafen für Raser, die Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden, aus. Des Weiteren sind 60 Prozent der befragten Personen dafür, dass die Geschwindigkeits-Grenzwerte für die Führerscheinentnahmen gesenkt werden, genauso viele fordern eine längere Führerscheinentzugsdauer. Für mehr als zwei Drittel (68 Prozent) sollte Rasen als Vormerkdelikt gelten.

Ablehnend stehen die Befragten der Reduzierung der Tempolimits gegenüber: 82 Prozent sprechen sich klar gegen die Reduzierung der Geschwindigkeitslimits auf Überlandstraßen auf 80 km/h aus. Bei der Frage nach anderen Maßnahmen, die das Rasen stoppen könnten, werden bei der Umfrage vor allem mehr und strengere Kontrollen sowie nachhaltige bewusstseinsbildende Maßnahmen während der Fahrausbildung und Aufklärung gefordert.

Für den ARBÖ gehören Raser, die illegale Hobbyrennen veranstalten und verantwortungslos Gas geben, aus dem Verkehr gezogen, weil sie Leib und Leben riskieren, eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen und für menschliches Leid sowie hohe Kosten verantwortlich sind: „Raserei ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein gefährlicher Tatbestand. Eine Anpassung der Strafhöhe für besonders gefährliche und uneinsichtige Raser ist wichtig, um weiteres Leid und schwere Unfälle zu vermeiden“, schließt ARBÖ-Pressesprecher Sebastian Obrecht ab.