Nissan Juke Tekna DIG-T DCT

Wir werden erwachsen

Es war einmal ein Punk. Ein kleiner Revoluzzer, ein hochgestellter Kleinwagen mit einer Prise SUV und witzigem G‘schau, das man mochte, oder eben hasste. Wo der alte Juke noch polarisierte, steht der Erbe deutlich stämmiger im Leben. Erstens ist er ein ordentliches Stück gewachsen, zweitens ist er vom gestalterischen Blickwinkel nicht mehr so provokant wie früher.

Zwar glaubt man nach dem ersten Einsteigen immer noch, sich in einem Raumschiff zu wähnen, erfreulicherweise ist die Bedienung jedoch rätselfrei, darüber hinaus gibt es noch schöne analoge Instrumente (was meist aus Kosten-gründen zu einer aussterbenden Gattung gehört). Großes Lob an dieser Stelle für die Sitze, die zu den besseren gehören, die wir in letzter Zeit unter dem Hintern hatten. Setzt man das Aufpreiskreuzerl bei der formidablen Bose-Anlage, sind sogar Lautsprecher in den Kopfstützen integriert, die nicht nur für Raumklang, sondern auch diskrete Freisprechtelefonate sorgen.

Unter der Haube gibt‘s beim Juke nur mehr einen Motor - ein 1-Liter-Dreizylinderturbo, der zwar vibrationsarm und diskret seinen Dienst versieht, jedoch ab Erreichen der Autobahngeschwindigkeit in Sachen Beschleunigungsvermögen zäh wird. Ebenso verlangt das Doppelkupplungsgetriebe, das nicht einkuppelt, sondern zuschnappt, besonders beim Einparken eine gewisse Gewöhnungsphase.

Sonst? Lenkung fein und direkt, Fahrwerk kernig, aber nicht unbequem, Spurhalteassistent mit Hang zur Bevormundung, als Tekna mehr als üppig ausgestattet.

Nissan Juke Tekna DIG-T        € 26.426,-

Motor:               R3-Turbobenziner, 999 ccm
Leistung:  86 kW/117 PS
L/B/H: 4210/1983/1595 mm
Testverbrauch:  9,0 l/100 km
MVEG-Verbrauch komb.:   5,1 l/100 km
CO2-Emission: 116 g/km
0-100 km/h; Spitze: 11,1 s; 180 km/h
Kofferraumvolumen: 422-1088 Liter


ARBÖ-Fazit

Plus:    Individueller Auftritt bei den Klein-SUVs, schöne Materialien im Innenraum.
Minus: Einheitsmotor etwas brustschwach.