Mercedes-Benz GLA 200d 4matic

Buchstabendreher

Zur kurzen Einordnung: Mercedes hat in den letzten Jahren die SUV an seine klassischen Buchstabenbezeichnungen angepasst. Folglich ist der GLA das kleinste SUV, der GLS das Größte. Was jetzt im Umkehrschluss nicht zwangsweise heißt, dass der GLA automatisch die höhergestellte A-Klasse darstellt, denn der ist eigentlich ein hoher B – zumindest wenn man sich die Abmessungen genauer ansieht. Der GLB (siehe letzte Ausgabe) wiederum ist deutlich länger und auch mit sieben Sitzen zu haben. Egal, wie das nun heißt: Der GLA ist ein durch und durch echter Mercedes, was man von der Verarbeitung und den verwendeten Materialien im Interieur vom ersten Moment an mitbekommt. Der mittlere Diesel reicht, was die Leistung und das Überholvermögen angehen, völlig, er wirkt im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern nicht von der Abgasregelung zugeschnürt. In Kombination mit dem untadeligen Doppelkupplungsgetriebe und dem Allradantrieb ergibt das ein feines Paket, das man aber auch – typisch Mercedes – nicht in der Abteilung Sonderangebot findet.

Eine kleine Irrung fand sich bei unserem Testwagen an Bord, von der wir abraten würden: Das sogenannte „tiefergelegte Komfortfahrwerk”, welches dem Komfort im Namen eher wenig gerecht wird – außerdem sind tiefergelegte SUV ohnehin nicht in sich schlüssig. Sonst? Umfangreiches, dafür selbsterklärendes Multimediasystem mit toll funktionierender Sprachsteuerung.

 

Mercedes GLA 220d 4m - EUR 45.700,–

Motor: R4-Turbodiesel, 1950 ccm
Leistung Benzinmotor: 110 kW/150 PS
L/B/H: 4410/1834/1611 mm
Testverbrauch: 5,6 l/100 km
MVEG-Verbrauch komb.: 5,5 l/100 km
CO2-Emission: 148 g/km
0–100 km/h; Spitze: 8,9 s; 205 km/h
Kofferraumvol. + Mega Box:     425–1420 Liter

ARBÖ-Fazit:

Plus: Souveränes Fahrgefühl, kräftiger Antritt, maßvoller Verbrauch.
Minus: Üppiger Einstiegspreis samt ebensolcher Aufpreisliste.