Kia Sorento Plug-In-Hybrid

SUV ist kein Laster

Man soll sich nicht täuschen lassen: Ganz offensichtlich ist der neue Sorento amerikanisch inspiriert: Die Abmessungen, die drüben als „midsize” gelten, sind für österreichische Verhältnisse ganz schön üppig – aber auch das Design, was jetzt kein Fehler sein muss. Man würde der Optik nach jedenfalls auf einen fetten Sechszylinder setzen – und den auch in Sachen Antritt beim Fahren vermuten. Allerdings spricht die Geräuschkulisse eine andere Sprache: Es ist ein verhältnismäßig kleiner, 1,6-Liter großer Vierzylinder-Turbo, mollig im Dämmmaterial versteckt, der aber mit dem Drehmoment des angehängten Elektromotors das Beschleunigungsvermögen auf ein ganz anderes Niveau hebt. Rein elektrisch kommt man mit dem Sorento etwa 50 Kilometer weit, fährt man den Akku leer, muss man mit einem knapp zweistelligen Verbrauch rechnen. Man kann sich den Verbrauch sozusagen selbst einstellen.

Auch innen US: Ausladende Sitze mit üppiger Belederung, in der getesteten „Gold”-Austtattung ist quasi alles drinnen, wovon man nur zu träumen wagt. Und dann ist da noch das Fahrwerk, das nie durch unangebrachte Härte versucht, die Größe des Wagens zu kaschieren. Komfortabel, ohne Ami-Schunkelei.

 

Kia Sorento PHEV Gold - EUR 59.810,–

Motor: R4-Turbobenziner, 1598 ccm
Systemleistung: 195 kW/265 PS
L/B/H: 4810/1900/1695 mm
Testverbrauch: 0–9,5 l/100 km
MVEG-Verbrauch komb.: 1,6 l/100 km
CO2-Emission: 38 g/km
0–100 km/h; Spitze: 8,7 s; 193 km/h
Kofferraumvol. + Mega Box:     898–2077 l

ARBÖ-Fazit:

Plus: Premium-Auftreten, moderater Verbrauch, wenn man die Lademöglichkeit auch nutzt.
Minus: Teilweise aufdringliche Piepsereien.