Peugeot 308: Erfreuliche Wahlen

Dank einer cleveren Plattform hat man beim neuen Peugeot 308 die volle Auswahl: Benzin, Diesel und Hybrid. Reiner Elektroantrieb kommt 2023.

EMP2 ist im Stellantis-Konzern das, was bei Volkswagen der MQB (modularer Quer-Baukasten) darstellt. Eine Plattform, welche die Grundlage für viele verschiedene Modelle ist – quasi das Schweizer Messer des Konzerns. Man könnte jetzt unken und behaupten, dass man dadurch dasselbe Auto von verschiedenen Marken kaufen kann, doch damit würde man dem neuen 308er unrecht tun – ist dieser doch wirklich um Eigenständigkeit bemüht. Vielmehr eröffnet das Möglichkeiten, die dem Kunden eine große Auswahl an Motorisierungen bieten – unabhängig von allen Trends und somit frei zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse.

So startet der 308 mit zwei Turbobenzinern zu 110 und 130 PS. Schon mit der Einstiegsversion (ab € 24.480,–) kommt der Wagen recht flott vom Fleck, der stärkere der beiden lässt es etwa beim Überholen noch ein Quäntchen flotter angehen. Ebenfalls 130 PS leistet der einzige verfügbare Diesel (ab € 27.580,–), mit dem man sich in Österreich durchaus privilegiert fühlen darf, wird dieser Motor doch nicht in ganz Europa angeboten.

Hybrid-Fans dürfen zwischen zwei Plug-in-Versionen mit 180 oder 225 PS Systemleistung wählen (ab€36.360,– bzw. € 43.310,–), bei denen die sonst optionale 8-Gang-Automatik bereits serienmäßig verbaut ist.

Starkes Design. Designmäßig hat Peugeot gerade einen Lauf, da macht auch der 308er mit seinem muskulösen Auftreten keine Ausnahme. Wirkt beim Hatchback der Vorderwagen etwas zu lange, kaschiert das der Kombi durch seine Länge.

Modern geht’s auch im Interieur zu. Geblieben ist das iCockpit, das man entweder mag oder verflucht, zwingt es einen doch, das Lenkrad quasi auf den Schoß zu legen und somit in eine eigenartige Sitzhaltung.

Apropos Sitze: Vom Konzernbruder Opel hat man sich Unterstützung beim Design geholt – auch der 308er vom AGR (Aktion gesunder Rücken) geadelt. Die Bedienung ist wirklich durchdacht, stehen etwa zusätzlich zu wohltuenden analogen Schaltern noch sogenannte iToggles – frei mit Funktionen belegbare Schaltflächen – zur Verfügung.