Mister Muscle

Cupra Formentor. Sagen Sie nie Seat zu ihm: Der Formentor ist der einzige Wagen, der exklusiv der sportlichen Seat-Tochter Cupra vorbehalten ist.

Der Formentor ist der erste Cupra, der nicht unter dem SeatLabel angeboten wird. Somit ist ihm eine gewisse Exklusivitiät sicher. Er selbst ist ein Crossover, das weder durch übertriebene Größe noch durch Hochbau aneckt und ziemlich exakt den Nerv der Zeit trifft. Er basiert auf dem aus dem VW-Konzern bekannten modularen Querbaukasten – und auch wenn er größer wirken mag: Er verfügt über den selben Radstand wie der Leon Kombi, der seines Zeichens fünf Zentimeter länger ist als der des Golf.

Sportstudio. Innen geben zahlreiche kupferfarbene Applikationen darüber Auskunft, dass man sich hier in einem Sportler befindet. Am Lenkrad befinden sich zwei Knöpfe: Der rechte erweckt den Motor zum Leben, mit dem linken zappt man durch die diversen Fahrmodi. Im Cupra-Modus gibt’s dann straffe Dämpferkennlinien, strammeres Gaspedalansprechen – aber auch einen synthetischen Motorklang, den man aber auch wegschalten kann. In der Mittelkonsole, wo der Startknopf sonst wohnhaft ist, ist der ESP-Schalter eingezogen. Interessant: Cupra traut den Käufern eine gewisse Eigenverantwortung zu. Hat man das Kreuzerl bei den optionalen Brembo-Bremsen gesetzt, lässt sich das ESP ganz ins Off knipsen.

Motoren. Zum Marktstart rollt der Formentor als VZ, was ausgeschrieben für „veloz“ – also schnell – steht. Für € 50.990,– werkt der konzernbekannte Zweiliter-Turbobenziner mit 310 PS unter der Haube, der serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb ausgeliefert wird.

Wem das nicht genügt, muss sich noch etwas gedulden: In absehbarer Zeit soll der Formentor auch mit dem fabulösen Fünfzylinder und etwa 400 PS kommen, den wir aus Audi RS3 und RS Q3 kennen.

Aber auch bodenständige Varianten sind geplant: Ab 2021 gibt es einen 1,5-TSI mit 150 PS, einen 2,0-TSI mit 190 PS mit DSG und Allrad sowie einen 2,0 TSI mit 245 PS und DSG. Auf die selbe Systemleistung kommt auch die Plug-in-Hybrid-Variante, die allerdings einen 1,4-TSI unter der Haube hat. Dieselseitig folgt ein 2,0-TDI mit 150 PS, wahlweise handgeschaltet oder in Kombination mit DSG und Allrad.