Glatt gebügelt

Schon gefahren. Erstes Roll-out mit dem Elektro-SUV von Volkswagen.

Wie sein kleiner Bruder ID.3 entspringt der ID.4 dem „MEB” genannten E-Antriebsbaukasten von VW, ist aber mit seinen 4584 Millimetern Länge deutlich größer. In VW-Dimensionen gesprochen befinden wir uns hier genau in der Mitte zwischen Tiguan und Tiguan allspace. Gleich hingegen ist der VW-untypische Heckantrieb, eine Allradversion befindet sich erst in der Pipeline. Die Akkus, bei denen Volkswagen garantiert, dass sie nach acht Jahren bzw. 160.000 Kilometern noch mindestens 70 Prozent Speicherkapazität aufweisen, liegen im Fahrzeugunterboden – die E-Maschine ist in der Hinterachse verbaut.

Zum Start kommt der ID.4 mit einer Leistung von 150 kW/204 PS und einem Drehmoment von 310 Nm. Die Werte versprechen einen saftigen Antritt, haben aber mit einem Gewicht von knapp 2,2 Tonnen zu tun – insofern relativiert sich das Ganze. 8,5 Sekunden auf 100 sind dennoch recht ordentlich, die Höchstgeschwindigkeit ist aus Stromspargründen auf 160 km/h limitiert. Weitere Versionen mit 109 kW/148 PS und 125 kW/170 PS werden nachgereicht.

Innen gibt sich der ID.4 sehr geräumig: Durch die weit vorne angesetzte Windschutzscheibe und die völlige Absenz sämtlicher Hebel und Schalter in der Mittelkonsole ist der Wagen nicht nur subjektiv luftig, Platz für die Passagiere ergibt sich auch durch den langen Radstand. Der Kofferraum bietet 543 bis 1575 Liter Volumen, verfügt über einen doppelten Boden und über ein eigenes Fach für die Ladekabel. Stichwort Laden: Der ID.4 kommt zum Start mit einem 77 kWh fassenden Batteriesystem, was laut WLTP für bis zu 517 km Reichweite sorgen soll, eine kleinere (und günstigere) 52-kWhBatterie wird nachgereicht. Geladen wird mit 11 kW Wechselstrom oder 120 kW Gleichstrom, was übersetzt 7,5 Stunden für die Vollladung an der Haushaltssteckdose bedeutet oder eine knappe Dreiviertelstunde für 80 Prozent Ladung am Schnelllader.

Bleibt der Preis: Derzeit liegt der Einstieg bei € 43.970,– (204 PS/77 kWh, Pro.P Basis-Version).