DS4: Exaltierter Gallier

Mutige Neuauflage mit viel Raffinesse.

Es war einmal ein zaghafter Versuch namens DS4, der de facto ein auf Crossover gebürsteter Citroën C4 war und 2018 recht unauffällig aus den Preislisten verschwunden ist. Angesichts der mutig gestalteten Neuauflage mag es verwundern, dass der Name noch gleich bleiben durfte. Chefdesigner Frederic Soubirou sagt: „Wir betrachten unser Auto wie einen Muskel” – was man dem Wagen selbst mit wenig Fantasie ansieht. Hier durften die Designer an die lange Leine. Die äußerliche Rafinesse setzt sich auch im Innenraum fort. Jedes Detail wirkt im Sinne der Schönheit durchdacht – wer deutschen Pragmatismus erwartet, ist hier vermutlich fehl am Platz. Spannend: Optional gibt es ein Head-UpDisplay, das in der Diagonale von 21 Zoll (!) beispielsweise Navigationspfeile virtuell auf die Straße projiziert.

Technisch steht der DS4 auf der EMP2-Plattform, die in Zukunft auch anderen Modellen des StellantisKonzerns als Basis dienen wird. Breit aufgestellt ist man allemal. So kommt der 4,4 Meter lange Crossover als Benziner, Diesel und Plug-In-Hybrid – allesamt nur mit 8-Gang-Automatikgetriebe, quasi dem Luxus verpflichtet.

Der Basisbenziner mit 130 PS startet bei 29.990 Euro, weiters gibt es Versionen mit 180 und 225 PS. Der einzige Diesel leistet ebenfalls 130 PS und startet bei 32.000 Euro. Der Plug-In-Hybrid liefert eine Systemleistung von 225 PS ab und beginnt bei 37.900 Euro.