Cupra Born: Sporteln unter Strom

Nun schickt die Sport-Tochter von Seat ihr erstes E-Auto ins Rennen.

Was der spanische ID. 3 kann.

Wer beim Anblick des neuen Cupra Born an den ID.3 von VW denkt, liegt nicht so falsch. Der elektrische Cupra teilt sich zwar Technik und Plattform mit seinem Konzernbruder, beim Rest hat Seat, pardon Cupra, aber ordentlich nachgewürzt. Der Born darf nicht nur das erste Elektroauto von Cupra, sondern auch das emotionalste E-Auto des Konzerns sein. Und das zeigt er deutlich: Mit zahlreichen Applikationen bringt sich der Spanier deutlich edler und feuriger in Stellung, obwohl er optisch von einem echten Sportwagen doch noch ein gutes Stück entfernt ist.

Dennoch: Tiefergelegt (15 mm an der Front sowie 10 mm an der Hinterachse) und rundum sportlich knackig verpackt signalisiert er einen freudvollen Zugang zum Thema Elektromobilität. Fein angerichtet wurde auch der Innenraum, wo ganz öko auch Recycling-Materialien zum Einsatz kommen.

Drei Batteriegrößen (45, 58 und 77 kWh) und drei Leistungstufen (150, 204 und 231 PS) werden für den Cupra Born geboten. Den Anfang macht ab Mitte November die 58kWh-Version (anfangs als „Alpha” erhältlich, die „normale” Version folgt Ende des Jahres), die stärkere e-Boost-Variante soll im ersten Quartal 2022 folgen, die Einstiegsvariante (45 kWh/150 PS) wird ab dem zweiten Quartal 2022 nachgereicht (siehe unten).

Erster Eindruck nach ersten Testkilometern im sonnigen Heimatland des Born: Er macht echt Laune! Auf den kurvigen Bergstraßen ließ er sich dank gelungener Abstimmung äußerst agil und präzise durch die Radien zirkeln. Der Vorwärtsdrang ist dabei elektrotypisch souverän (310 Nm). Mehrstufiges rekuperieren oder One-Pedal-Fahren ist nicht möglich, für stärkeres Rekuperieren (z. B. Bergab) wählt man die­ „B”-Stellung des Wählschalters.

Neben der gefahrenen 204 PS-Version konnten wir auch das Top-Modell probieren. Dieses bietet mit dem „Cupra”-Knopf rechts am Lenkrad ein besonderes Zuckerl: Ein Knopfdruck genügt und man holt sich einen kurzzeitigen E-Boost von zusätzlichen 20 kW für schnelles Überholen oder man kann sich so in nur 6,6 Sekunden auf Tempo 100 zoomen. Dies funktioniert allerdings nur bei mindestens 70 Prozent Akkustand.

Den Cupra Born mit 58 kWh-Akku und 204 PS gibt’s um EUR 39.990,- (ohne Förderung), die Preise für das Einstiegsmodell und das sportliche e-Boost-Modell werden später genannt.

Serienmäßig im Verkaufspreis inkludiert ist bei allen Born-Versionen die „Cupra Charger“-Wallbox (11 kWh). Alternativ wird die mobile Ladelösung POWER2Go der Marke Moon statt dem Cupra Charger in der Mehrausstattung angeboten.

Cupra Born - die Versionen:

45 kWh:

110 kW/150 PS, 340 km Reichweite (2. Quartal 2022)

58 kWh:

150 kW/204 PS; 424 km Reichweite (Alpha: Mitte Nov., normale Version Ende 2021)

170 kW/231 PS ; E-Boost, 420 km Reichweite (1. Quartal 2022)

77 kWh:

170 kW/231 PS; E-Boost, 540 km Reichweite (1. Quartal 2022)