Fahrrad & Gesundheit: Radeln wirkt!

Wohlfühlen. Wie sich Fahrradfahren positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.

Radfahren muss nicht unbedingt auf Leistungssport-Niveau betrieben werden. Schon gelegentliches Radeln – etwa zum Einkaufen – kann Gesundheit und Wohlbefinden deutlich steigern. So wirkt sich das Radfahren auf unseren Körper aus:

Kreislauf. Bewegung an der frischen Luft füllt nicht nur die Vitamin-D-Speicher auf, sondern versorgt den Körper auch mit Sauerstoff und hebt die Stimmung. Regelmäßiges Radeln ist gut für das Herz und stärkt den Kreislauf. Das Schlagvolumen des Herzens steigt, die Pumpleistung wird ruhiger und der Blutdruck sinkt. Das wirkt sich positiv auf das Herzinfarktrisiko aus – es sinkt bis zu 50 Prozent bei einer halben Stunde täglicher Bewegung. Laut WHO ist das Sterberisiko in der Altersgruppe von 20 bis 60 Jahren bei RadfahrerInnen um 28 Prozent geringer.

Gelenke. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten werden beim Radfahren die Gelenke geschont. Während man beim Laufen sein gesamtes Körpergewicht tragen muss, werden die Gelenke auf dem Rad nur wenig belastet. Rund 80 Prozent des Körpergewichts trägt das Fahrrad. Dieser Umstand ermöglicht auch Übergewichtigen eine gesunde Form der Bewegung. Die kreisenden Bewegungen der Beine sind nicht nur optimal für die Knie, sondern senken auch das Risiko, an Arthrose zu erkranken. Bereits bei kurzen Ausfahrten werden neben den Beinen auch Arme und Schultern trainiert.

Rücken. Viel sitzen – ob im Büro, im Auto oder auf der Wohnzimmercouch – bringt Verspannungen. Und die können zu Schmerzen führen. Radfahren lockert diese und trainiert Rückenmuskulatur und Bandscheiben. Auch die Wirbelsäule wird stabilisiert. Bei richtiger Einstellung des Rades (siehe unten) und korrekter Sitzhaltung ist Radfahren daher auch ein Segen für den Rücken.

Fett & Muskeln. Radfahren ist eine äußerst effektive und schonende Ausdauersportart. Radeln bringt den Stoffwechsel in Schwung und kurbelt die Fettverbrennung an. Dabei baut der Körper auch wichtige Muskeln auf. Mehr Muskeln bedeuten eine höhere Fettverbrennung und damit effektiveres Abnehmen. Je nach Tempo, Körpergewicht und Alter werden bei einer Stunde Radeln zwischen 200 und 800 Kalorien verbrannt.

Gesund im Sattel: So stellen Sie Ihr Rad richtig ein

Um Schmerzen infolge von Fehlbelastungen beim Radfahren zu vermeiden, muss das Rad an Körper und Bedürfnisse angepasst werden.

Sitzhöhe: Eine rückenschonende Sitzhöhe ist dann gegeben, wenn die Beine beim Treten nie vollständig durchgestreckt sind. Ist der Sattel zu hoch eingestellt, kippt das Becken zur Seite und die Lendenwirbelsäule wird belastet. Ein zu niedriger Sattel strapaziert die Knie.

Sitzhaltung: Wer den Rücken entlasten möchte, sollte auf eine aufrechte, leicht nach vorn geneigte Sitzhaltung achten. Wer sich zu weit nach vorne beugt, riskiert eine Überstreckung der Halswirbelsäule sowie Überlastung der Handgelenke.

Lenker: Der Lenker ist optimal eingestellt, wenn die Arme leicht angewinkelt und die Handgelenke nicht abgeknickt sind.