Es werde Licht

Licht & Sicht. Die fünf häufigsten Beleuchtungsfehler.

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit wird das Thema Autobeleuchtung wieder aktuell. Hier die fünf häufigsten Fehler in Sachen Licht und Beleuchtung.

● Tagfahrleuchten bei Regen. Tagsüber kommt es vor, dass trotz starken Regens die Lichtautomatik nicht reagiert, daher bei Regen das Licht manuell einschalten. Tagfahrlicht kann leichter übersehen werden und mit Tagfahrlicht ist meist das Heck unbeleuchtet.

● Tagfahrlicht im Tunnel. Sollte das Fahrzeug nicht über eine Lichtautomatik verfügen, so muss das Abblendlicht von Hand eingeschaltet werden. Beim Tagfahrlicht ist meist nur die Vorderseite beleuchtet, nicht aber das Heck.

● Lichtautomatik im Nebel. Der Lichtsensor kann häufig keinen Nebel erkennen, da dieser sehr hell reflektiert und dem Lichtsensor Helligkeit vortäuscht. Daher schaltet sich die Lichtautomatik unter Umständen nicht ein. Empfehlung: Licht bei Nebel händisch einschalten.

● Vergessen Nebelschlussleuchte auszuschalten. Wenn der Nebel vorbei ist oder wenn man in einer Kolonne fährt, Nebelschlussleuchte abdrehen, sonst wird der Nachfolgeverkehr unangenehm geblendet.

● Falsche Lichteinstellung bei schwerer Zuladung: Autos ohne automatischer Leuchtweitenregulierung besitzen meist ein Drehrad zur manuellen Verstellung der Scheinwerferhöhe. Wird das Fahrzeug beladen, muss man hier die entsprechende Stufe wählen, um Blendung des Gegenverkehrs zu verhindern. Achtung: Wenn die Zuladung entfernt wird, die Einstellung wieder zurückstellen. Sonst verringert sich die Leuchtweite massiv!

Abschließende Frage: Sind Ihre Scheinwerfer richtig eingestellt? Kommen Sie zum Licht-Check in Ihr ARBÖ-Prüfzentrum.

 

Entwicklung Kfz-Beleuchtung

Von der Kerze zum LED-Licht

Die Fahrzeugbeleuchtung war bereits zu Beginn der Automobilgeschichte ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Laternen und Kerzen machten schon von Beginn an das Fahrzeug „sichtbar”, danach folgten Petroleum- und Karbidlampen. In den 1910er-Jahren kam der Strom ins Auto und mit ihm das elektrische Licht. Auf gute Ausleuchtung musste man damals aber noch warten. Erst ab Mitte der 1960er-Jahre war die Halogenlampe verfügbar. Eine Lichtquelle, die aufgrund ihrer einfachen Konstruktion und günstigen Herstellung noch heute Anwendung findet. Wer es noch heller haben wollte, konnte sich Anfang der 1990er-Jahre über die Markteinführung der Xenon-Lampe freuen. Die mit dem namensgebenden Edelgas befüllten Brenner konnten, trotz geringeren Stromverbrauchs, den Lichtstrom von Halogenlampen deutlich übertreffen und schienen eine helle Zukunft anzukündigen, allerdings zu einem stolzen Preis. Leider entpuppte sich auch die Haltbarkeit als kürzer als erhofft.

Mitte der 2010er-Jahre folgte schließlich das LED-Licht in Frontscheinwerfern. Die schier endlosen Designmöglichkeiten, der sehr geringe Stromverbrauch und die Möglichkeit, die LEDs einzeln zu schalten (MatrixLED), sind deutliche Vorteile gegenüber Halogen- und Xenon-Lampen.

Zu den Nachteilen zählt vor allem der Preis. Ein LED-Scheinwerfer kostet problemlos das Zehnfache einer Xenon-Lampe und der Tausch einzelner LED-Komponenten im Scheinwerfer ist derzeit nur sehr bedingt möglich.