1.09.17

Schulstart am Montag: Tempo anpassen!

Kommenden Montag startet in Wien, Niederösterreich und Burgenland wieder die Schule. Autofahrer sollten daher wieder besonders vorsichtig fahren.

Es wird ernst: Kommenden Montag öffnen in drei Bundesländern die Schulen nach den Sommerferien ihre Pforten um wissbegierige Kinder zu unterrichten. Für insgesamt 400.000 Pflichtschüler heißt es somit wieder aufstehen statt ausschlafen. Autofahrer sollten daher besonders aufmerksam fahren, das Tempo anpassen und das Geschehen am Gehsteig und in Kreuzungsbereichen stets achtsam im Auge behalten. Denn wie die Straßenverkehrsunfallstatistik der Statistik Austria zeigt, ist der September jener Monat mit den zweit häufigsten Schulwegunfällen: 2016 verunglückten im September österreichweit insgesamt 69 Kinder (Wien: 10; Niederösterreich: 11; Burgenland: 0). Nur im Juni waren Schulkinder mit 88 Unfällen noch öfter Opfer von Verkehrsunfällen. Autofahrer sollten daher folgende Tipps beachten:

  • Kinder sind aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Daher darf sich kein Autofahrer darauf verlassen, dass das Kind richtig reagiert!
  • Im Bereich von Schulen Tempo reduzieren.
  • Bremsbereit fahren.
  • Rechtzeitig und ausreichend „Zeitpuffer“ einplanen bevor die Fahrt in Angriff genommen wird. Stress sorgt für mangelnde Konzentration.
  • Ablenkende Tätigkeiten wie Telefonieren, Navi aktivieren oder noch schnell frühstücken vermeiden. Ablenkung ist die häufigste Unfallursache.
  • Kinder sind aufgrund ihrer Körpergröße hinter Autos, Verkehrszeichen oder die in Kürze wieder das Straßenbild prägenden Dreiecksständer oftmals nicht gut zu sehen. Autofahrer müssen damit rechnen, dass sie Kinder, die die Straße überqueren Kinder können das Tempo von Autos nicht gut einschätzen.


Doch nicht nur Autofahrer sollten das Tempo anpassen und bremsbereit fahren, auch die Eltern der Schulkinder können einiges dazu beitragen, dass die Sprösslinge sicher in die Schule kommen. Die ARBÖ-Tipps im Überblick:

  • In der Früh Stress vermeiden und ausreichend Zeit für den Schulweg einplanen. Hektik und Eile haben auf dem Schulweg klar negative Effekte.
  • Mit den Kindern den sichersten Weg verbindlich festlegen. Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste. Am sichersten ist es, wenn das Kind möglichst selten die Straße queren muss und unübersichtliche Stellen vermieden werden.
  • Gefahrenquellen wie zum Beispiel Abbieger bei Ampeln gemeinsam aufspüren. Den Straßenverkehr für Ihr Kind interessanter machen und zum Beispiel mal in die Rolle des/der VerkehrspolizistIn schlüpfen lassen.
  • Das richtige Blickverhalten üben. Auch wenn die Ampel „grün“ zeigt, muss sich das Kind vergewissern, dass es die Straße gefahrenlos überqueren kann.
  • Sicherer ist es, auf der Innenseite des Gehsteigs zu gehen. Auch auf einem Zebrastreifen darf sich ein Kind nicht darauf verlassen, dass die herannahenden Autos anhalten. Daher sollten die jungen Verkehrsteilnehmer immer erst dann die Straße überqueren, wenn die Straße frei ist oder die Autolenker aus beiden Richtungen angehalten haben.
  • Der Schulweg ist medienfreie Zone!! Musik hören oder am Handy spielen lenkt massiv vom Verkehrsgeschehen ab und hat im Straßenverkehr keinen Platz.
  • Dem Kind leichter machen, gesehen zu werden. Kinderwarnwesten, reflektierende Schnappbänder oder Anhänger gibt es in den ARBÖ-Prüfzentren.
  • Kinder lernen durch Verstärkung und Lob richtiges Verhalten. Drohungen oder schimpfen verunsichert nur.