Leben retten mit der Erste-Hilfe-Karte

Helfen liegt in Ihrer Hand.

Helfen liegt in Ihrer Hand


Eine Initiative des Verkehrsministeriums, unterstützt vom Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, ARBÖ und ÖAMTC

Wie sichert man eine Unfallstelle richtig ab? Welche Notrufnummern sind zu wählen? Was ist zu tun, wenn ein Mensch reglos auf dem Boden liegt? Antworten auf all diese Fragen liefert die Erste-Hilfe-Karte des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit).

Die Karte zeigt anschaulich Schritt für Schritt die richtigen Maßnahmen und Handgriffe für rasche und kompetente Erste Hilfe. Egal ob wir klein oder groß sind, arm oder reich, Männer oder Frauen, alt oder jung, es kann uns alle treffen. Jeder von uns kann irgendwo hilflos liegen und völlig auf die Hilfe der ande-ren angewiesen sein. Umso wichtiger ist es, dass wir alle wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Gefordert sind hier auch die Betriebe. Sie sollten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Erste-Hilfe-Auffrischungskurse anbieten. Der ARBÖ ist mit gutem Beispiel vorausgegangen und hat im Generalsekretariat mit Hilfe des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs sein Wissen auf den letzten Stand gebracht.

Wie kommen Sie zur Erste-Hilfe-Karte?

ARBÖ-Mitglieder bekommen die Erste-Hilfe-Karte als Beilage des Klubjournals "FREIE FAHRT" zugeschickt. Zusätzlich liegen die Karten in allen ARBÖ-Dienststellen in ganz Österreich auf. Am besten legen Sie die Karte gleich ins Auto, so haben Sie sie im Ernstfall immer griffbereit.


„Bei vielen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern liegt der Erste-Hilfe-Kurs schon lange zurück“, sagt Verkehrsministerin Doris Bures, „sie sind daher im Notfall verunsichert und haben Angst, etwas falsch zu machen. Im Ernstfall zählt aber jede Sekunde. Mit der Erste-Hilfe-Karte geben wir den Lenkerinnen und Lenkern das notwendige Wissen in die Hand.“ Die Karte wurde gemeinsam mit dem Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, dem ÖAMTC und dem ARBÖ erstellt.


Zusätzlich gibt es die Karte auch gratis beim Roten Kreuz und beim Arbeiter-Samariterbund-Österreichs sowie im bmvit: unter der Nummer 0800 21 53 59 oder über www.gut-reagiert.at. "Verkehrssicherheit ist nicht nur eine Frage der richtigen Gesetze. Jeder Einzelne ist gefragt: beim Verhalten im Straßenverkehr genauso wie bei der Hilfeleistung im Ernstfall", so Bures, "wenn alle zusammenhelfen, können wir gemeinsam viel menschliches Leid im Straßenverkehr verhindern. Ich bedanke mich bei allen, die dabei mittun."

„Mich als Arzt erschreckt vor allem die Tatsache, dass nur so wenige Menschen bei einem Unfall helfen. Wir müssen uns bewusst sein: in solchen Situationen zählt jede Sekunde, zumindest stehen bleiben, die Unfallstelle absichern und einen Notruf absetzen muss für jedermann möglich sein“, erklärt Prim. Dr. Harald Hertz.

Erste Hilfe in 3 Schritten

"Erste Hilfe ist oft die einzige Überlebenschance in Notfällen - bewahren Sie den Patienten diese Chance, indem Sie beherzt zugreifen.", meint Werner Kerschbaum, stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Zum Glück ist Erste Hilfe leicht zu lernen. Und wenn Sie sich unsicher sind, machen Sie:

  1. Notruf 144 wählen - wir helfen Ihnen auch bei der Ersten Hilfe.
  2. Wenn die Person nicht reagiert, aber atmet: Drehen Sie sie zur Seite.
  3. Wenn die Person nicht atmet - dann legen Sie sie auf den Rücken - und  drücken sie schnell und kräftig immer wieder in die Mitte des Brustkorbes."


 „Das Eingreifen des Ersthelfers ist oft lebensentscheidend, denn gerade bei Schwerverletzten und Herzinfarktpatienten zählt jede Sekunde“, so Reinhard Hundmüller, Bundessekretär des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. „Für jene, die unsicher sind und ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen wollen, bietet der Samariterbund nicht nur eine Vielzahl an individuell angepassten Erste-Hilfe-Kursen, sondern auch eine kostenlose Applikation für iPhone, iPod touch und alle java-fähigen Handys an, die Ersthelfer mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen in Bild und Text unterstützt: von der Absicherung eines Unfallortes über die stabile Seitenlage bis hin zur Wiederbelebung nach einem Herzstillstand. Die Anleitungen ersetzen keinen Erste-Hilfe-Kurs, können aber im Notfall dem Ersthelfer die nötige Sicherheit geben, bis die Ret-tungskräfte eintreffen. Idealerweise werden die Anleitungen schon vorab durchgesehen, da-mit man im Notfall einen kühlen Kopf bewahrt. Das Programm kann gratis auf dem iTunes App Store oder auf www.dersamariter.at bezogen werden.“

 
 

Erste-Hilfe-Karte

Erste-Hilfe-Karte abholen in allen ARBÖ-Dienststellen oder online anfordern auf www.gutreagiert.at.