Reise-News

Vollmacht für Minderjährige bei Reisen nach Kroatien vorgeschrieben
In Kroatien benötigen Minderjährige bis zum 18. Lebensjahr ohne Begleitung der/des gesetzlichen Vertreters zur Einreise und Ausreise zusätzlich zum eigenen Reisepass eine Vollmacht der/des Erziehungsberechtigten, welche die Unterschrift des Erziehungsberechtigten tragen muss. Diese Vollmacht muss auf Kroatisch oder Englisch verfasst sein.
Andere Sprachen bedürfen einer Übersetzung durch einen gerichtlich beeideten Dolmetscher.
Die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters/der gesetzlichen Vertreterin ist nicht notwendig, wenn:
* Die/der Minderjährige per Flugzeug reist und ein Begleitschreiben für die Reise der minderjährigen Person, ausgegeben von der Fluggesellschaft in Übereinklang mit den IATA Standards und der empfohlenen Praxis besitzt.
* Die/der Minderjährige im Rahmen einer Klassenfahrt oder einer Gruppenreise verreist und ein gültiges Reisedokument besitzt sowie auf einer Teilnehmerliste der Klassenfahrt aufgelistet ist, welche von der zuständigen Schuleinrichtung bestätigt und auf kroatisch oder englisch übersetzt ist.
* Die/der Minderjährige an einer sportlichen oder kulturellen Veranstaltung teilnimmt und in der Teilnehmerliste angeführt ist sowie ein gültiges Reisedokument besitzt.
Falls bei der Einreise keine Vollmacht vorgewiesen werden kann, kann und wird der Minderjährigen in den meisten Fällen an der Grenze zurückgeschickt werden.

Sechs ultimative Tipps gegen Urlauberfallen in Italien
Achtung: Umweltzonen-Strafen verjähren schon nach einem Jahr
Autoreisende fahren heuer im Sommer am liebsten nach Italien auf Urlaub. Das zeigt das Reisebarometer des ARBÖ-Informationsdienstes klipp und klar. "In Bella Italia gibt es allerdings ein paar Fallen, in die Urlauber hineintappen und die Ferienstimmung gründlich vermiesen können", warnt der Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, Mag. Gerald Kumnig.
Ultimative Tipps für die sechs wichtigsten Urlauberfallen "Made in Italy":
1. Nicht in die Umweltzonen hineinfahren
Viele italienische Städte schließen Autos durch Umweltzonen von den Stadtzentren aus. Umweltzonen heißen in Italien "Zone a traffico limitato" (ZTL) und sind nicht immer leicht erkennbar. Achtung: Die Zonen werden videoüberwacht und nichtbefugte Pkw sofort registriert. "360 Tage lang haben Italiener Zeit, die Geldstrafen den Autofahrern nach Hause zu schicken. Das kann zwischen 74 und 296 Euro kosten", so Kumnig. Ein wichtiger Tipp: Zwischen dem Zeitpunkt der Tat und dem Datum des Briefes, den die Italiener nachschicken, dürfen nicht mehr als 360 Tage vergehen. So steht es im italienischen Gesetz. Wer also am 30. Mai 2009 in eine Umweltzone gefahren ist (also im Vorjahr) und am 12. Juni 2010 einen Brief bekommt, der mit 6. Juni 2010 in Italien datiert wurde, ist aus dem Schneider und braucht nicht zu zahlen. "Das läuft nach italienischem Recht. Dabei zählt das Datum des Briefes aus Italien und nicht der Zeitpunkt, wann der Brief tatsächlich den Adressaten in Österreich erreicht hat", erläutert Kumnig. Wichtig: Auch bei einer Verjährung muss man auf das Behördenschreiben reagieren und gegen die eingetretene Verjährung einwenden. Der ARBÖ hat dafür einen Mustertext in Italienisch vorbereitet. Dieser steht hier zum Download zur Verfügung.
2. Auf Italiens Autobahnen nicht ständig auf der Überholspur fahren
Es ist auf allen italienischen Autobahnen (so wie übrigens auch in Österreich) streng verboten, ständig auf der Überholspur zu fahren, wenn die erste oder zweite Spur frei wäre. "Die wenigsten Touristen wissen von dieser Änderung", warnt Kumnig. Die Geldstrafe für Zuwiderhandeln beträgt 38 Euro.
3. Mit dem Wohnwagen auf der Brennerautobahn nicht überholen
Auf der Brennerautobahn (A22) gilt - zwischen Brenner und Modena - für alle Wohnwagen ein Überholverbot. Sie müssen auf der rechten Spur bleiben, genauso wie alle LKW. "Bei Zuwiderhandeln hagelt es Geldstrafen von 78 Euro", warnt er Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung. Dasselbe gilt für Autos mit schweren Anhängern (über 750 kg).
4. Nicht mit der Bankomatkarte die Autobahnmaut zahlen
Man kann die italienischen Mauten mit Münzen, Scheinen, Kreditkarten oder VIAcards zahlen, nicht jedoch mit Bankomatkarten, die in Österreich ausgestellt sind. "Bankomatkarten funktionieren dort nur, wenn spezifische Vereinbarungen zwischen der jeweiligen Autobahngesellschaften und dem entsprechenden Kreditinstitut getroffen wurden. Das ist mit österreichischen Bankinstituten nicht der Fall", warnt Mag. Kumnig.
5. Missglückte Mautzahlung noch in Italien regeln
Immer häufiger muss man die Mauten in Italien mit Hilfe eines Automaten zahlen. Wenn die Zahlung aus irgendeinem Grund nicht klappt, spuckt der Automat einen Zettel heraus, der einer Zahlungsbestätigung täuschend ähnlich sieht. In Wirklichkeit belegt dieser Zettel eine fehlgeschlagene Zahlung ("Mancato Pagamento"). Am besten ist es, die Sache gleich in Italien zu regeln, indem man eine Servicestelle an oder entlang von Autobahnen aufsucht. Diese Servicestellen heißen "Punto Blu" oder "Centro Servizi". "Man hat dafür vierzehn Tage Zeit", so Kumnig. Wer das nicht tut, erlebt zu Hause dann eine böse Überraschung: Monate nach dem Urlaub flattert eine Zahlungsaufforderung ins Haus. Die Überweisung nach Italien gestaltet sich dann sehr kompliziert, weil die - natürlich höhere - Summe an die richtige Autobahngesellschaft mit dem richtigen IBAN- und SWIFT-Code überwiesen werden muss. Wer nicht zahlt muss mit Schwierigkeiten rechnen, sobald man wieder nach Italien einreist.
6. Mautkarte nicht beschädigen
Beim Einfahren in die Autobahn muss auf alle Fälle eine Mautkarte gezogen werden. An der unteren Seite hat diese Karte Magnetstreifen. Diese können durch unbedachtes Aufbewahren beschädigt werden. "Die Funktion der Mautkarte kann außer Kraft gesetzt werden, wenn man sie mit einem Magnet im Auto befestigt oder neben Handys legt", warnt Kumnig. Die Folgen sind gravierend: Wenn beim Zahlen die kaputte Mautkarte keine Information liefert, wo man in die Autobahn eingefahren ist, geht man bei ausländischen Fahrern automatisch davon aus, dass sie von der Staatsgrenze kommen. Das kann teuer kommen.

Eröffnung der A75 erleichtert Nord-Süd-Urlauberverkehr in Frankreich
Frankreich-Urlauber, die aus der Auvergne an die Mittelmeerküste wollen, können ab sofort eine neue, durchgängige Autobahnverbindung benutzen.
Der letzte noch nicht fertige Teil von rund 11 Kilometern zwischen dem bisherigen Autobahnende bei Pezenas und Beziers wurde vor kurzem fertiggestellt. Damit schließt die A 75 (Clermont-Ferrand – Beziers) nahtlos an die Küstenautobahn A 9 (Nimes - Narbonne) an.Die bisherigen Staus, die Urlaubern vor allem während der Hauptreisezeit viel Geduld abverlangten, dürften der Vergangenheit angehören.
Allerdings werden Autofahrer bei Servian (ca. 8 km nordöstlich von Beziers) allerdings noch bis zum Jahresende auf einem kurzen Abschnitt über die parallel verlaufende Nationalstraße N 9 umgeleitet. Die 330 Kilometer lange A 75 ist zusammen mit der A 10 (Paris - Orleans) und der A 71 (Orleans - Clermont-Ferrand) für Fahrten aus dem Großraum Paris an die französische Mittelmeerküste eine Alternative zur oft stark überlasteten A 7 (Lyon - Marseilles). Sie ist prinzipiell mit Ausnahme des Viadukts von Millau mautfrei.

Schweizer Autobahnvignette verteuert sich seit Juni auf 29 Euro
Autofahrer in der Schweiz müssen seit 1. Juni 2010 etwas tiefer in die Tasche greifen.
Aufgrund von Wechselkursanpassungen hat die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) einen neuen Euro-Verkaufspreis für die Schweizer Autobahnvignette festgesetzt. Die Jahresplakette, die als einzige erhältlich ist, kostet nun 29,00 Euro und damit um 1,50 Euro mehr als bisher. Der Verkaufspreis der Vignette in der Schweiz bleibt mit 40 Schweizer Franken unverändert.
Die Autobahnvignette, die nun um 5,45 Prozent mehr kostet für die Schweiz ist in der ARBÖ-Bundesorganisation, in allen ARBÖ-Landesorganisationen und in allen ARBÖ-Prüfzentren in Tirol und Vorarlberg erhältlich.

Goldene Gasse in Prag bis Frühjahr 2011 gesperrt
Touristen in der tschechischen Hauptstadt Prag müssen vorrausichtlich ein Jahr auf eine der wichtigsten Sehenswürdigkeit verzichten.
Die "Goldene Gasse" auf dem Hradschin, der Prager Burg, ist bis voraussichtlich Mai 2011 gesperrt. Schäden an den Abwasserkanälen erfordern umfangreiche Sanierungsarbeiten.
Für Urlauber in der "Goldenen Stadt" gehört der malerische Straßenzug mit seinen kleinen, mittelalterlichen Häusern zum Standardprogramm. In den Gebäuden sind heute vor allem Souvenirläden und Restaurants untergebracht. Zeitweise lebte und wirkte hier auch der Schriftsteller Franz Kafka.
Ihren Namen verdankt die "Goldene Gasse" (tschechisch "Zlata ulicka") den vielen, hier im Mittelalter ansässigen Alchimisten, die künstlich Gold herstellen wollten.


