2.06.17

Drängeln ist kein Kavaliersdelikt!

Eine rücksichtslose Fahrweise ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch richtig teuer werden.

Wie eine aktuelle Studie vom Kuratorium für Verkehrssicherheit zeigt, wird von den Verkehrsteilnehmern auf Österreichs Straßen aggressives Fahrverhalten immer stärker wahrgenommen. Neben den Aspekten der Verkehrssicherheit sind es vor allem auch rechtliche Probleme, die rücksichtslosen Lenkern, egal ob im Auto, auf dem Motorrad oder dem Fahrrad, zuteil werden können, wie Dr. Stefan Mann, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, ausführt: „Drängeln ist ein Vormerkdelikt. Der Strafrahmen für eine derart aggressive Fahrweise beträgt bis zu 2.180 Euro. Zudem kann es im schlimmsten Fall sogar zu einem Gerichtsverfahren wegen Gemeingefährdung oder Nötigung kommen, das in Folge auch eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr nach sich ziehen kann. Dies gilt nicht nur für den motorisierten Individualverkehr, sondern auch für Rad- und E-Bike-Fahrer.“

Wer durch seine kämpferische Fahrweise einen Unfall verursacht, kann zudem Probleme mit der Versicherung bekommen. „Die Versicherung wird zwar in jedem Fall den Schaden des Unfallgegners übernehmen, allerdings können bei nachträglicher Feststellung, dass der Lenker aufgrund seiner Aggression zum Lenken des Fahrzeugs nicht im Stande war, Regressforderungen bis zu einer Höhe von insgesamt 22.000 Euro gestellt werden. Und die eigene Kaskoversicherung steigt möglicherweise aus“, warnt Mann vor provokativer Fahrweise.

Harsche Fahrmanöver zahlen sich somit in keinster Weise aus. Lieber Ruhe bewahren, den Ärger wegstecken und sicher ans Ziel kommen, sollte das Motto im Straßenverkehr sein.