29.05.17

Zahl der Verkehrstoten 2016 unter dem Wert des Vorjahres

Die Zahl der Getöteten ist weiter Rückläufig. Zufrieden geben will sich Verkehrsminister Leichtfried damit aber noch nicht.

Zusammen mit Verkehrsdienstleiter der Bundespolizei, Martin Germ und Statistik Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer präsentierte Bundesminister Jörg Leichtfired die Verkehrsunfallstatistik des letzten Jahres.

 

Im Jahr 2016 haben auf Österreichs Straßen 432 Menschen ihr Leben verloren, das sind 47 weniger als 2015. Dies entspricht einem Rückgang  von 10,09 Prozent.  Bundesminister Leichtfried spricht von einer geschafften Trendumkehr, betont aber, dass er weiterhin an seinem Ziel kein einziger Verkehrstoter mehr auf Österreichs Straßen festhält und dafür weitere Schritte notwendig sind.

 

Drei von vier Verkehrstoten sind Männer

 

Junge Männer sind Risikogruppe Nummer Eins auf Österreichs Straßen. Drei von vier Verkehrstoten waren männlich, bei den 20- bis 24-Jährigen waren es sogar neun von zehn. Da sich kurz nach dem Ende der Probezeit  Unfälle häufen, wird diese für Führerscheinneulinge von zwei auf drei Jahre verlängert. Ein verschärftes Handyverbot soll ebenfalls zu einem nachhaltigen Lernprozess beitragen.

 

Alkolocks sollen Alkolenker aus dem Verkehr ziehen

 

Die Zahl der Alkoholunfälle stieg laut Statistik Austria um 6,1 Prozent auf 2.361 gegenüber dem Jahr 2015. Ein niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr wurde nur bei den Todesopfern erzielt. 22 Menschen (2015: 27) mussten aufgrund von Alkoholmissbrauch ihr Leben lassen. Die Zahl der Schwerverletzten stieg allerdings von 521 um 4,6 Prozent auf 545.

Neue Regelung ab September: Bei Alkoholmissbrauch ist zukünftig der Einbau einer Alkohol-Wegfahrsperre alternativ zum Führerscheinentzug möglich.  Diese sollen verhindern, dass Alkolenker sich erneut betrunken hinters Steuer setzten.

 

Weniger getötete, aber mehr Verletzte Kinder

 

Auch die Zahl der verletzten Kinder hat 2016 um 10,4 Prozent zugenommen, es sind vor allem Kinder in PKW und als Radfahrer betroffen. Waren es 2015 noch elf Kinder, die im Straßenverkehr ihr Leben verloren, reduzierte sich die Zahl 2016 auf sieben.  In Zusammenarbeit mit der AUVA fördert das Verkehrsministerium die Schul-Aktion „Co-Pilottrainig“ für Volkschulkinder und deren Eltern. „Richtiges Anschnallen“ soll hier zentrales Thema sein. Auch der ARBÖ trägt mit verschieden Kursen in den ARBÖ- Fahrsicherheitszentren (Wien, Salzburg & Steiermark) zur  Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen maßgeblich bei.

 

LKW-Unfälle oft besonders schwer

 

Unfälle mit schweren LKW nehmen besonders oft ein tödliches Ende. 17 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge kamen 2016 aufgrund dieser Zusammenstöße  zustande.  Ein Großteil ereignete sich auf Autobahnen und Schnellstraßen.  Das derzeit in der Testphase befindliche Projekt „Mobileeye“ und die bereits laufende Plattform „LKW-Sicherheit“  sollen neben technischen Mängeln auch die Einhaltung der Ruhezeiten und des Gewerberechts kontrollieren.

 

 

*Quelle: Statistik Austria