27.03.18

Biker aufgepasst!

ARBÖ warnt: Start in Bike-Saison gefährlich wie nie zuvor!

Der ARBÖ hat dieser Tage einen Zweirad-Lokalaugenschein auf Kärntens Straßen durchgeführt. Das Ergebnis sorgt nun in der Biker-Szene für Aufregung. Denn es gibt mehr Straßenschäden als je zuvor. Fünf wertvolle ARBÖ-Tipps speziell für die jetzige Situation auf Kärntens Straßen.

 

Motorradfahrer leben per se schon sehr gefährlich. In Kärnten künftig wohl noch eine Spur gefährlicher. Denn der sich allmählich zu Ende neigende Winter – und speziell der Frosteinbruch Ende Februar – hat dem ohnehin schon desolaten Kärntner Straßennetz noch weiter zugesetzt. „Die große Kärntner Schlaglochfamilie hat über den Winter weiteren Nachwuchs bekommen“, weiß Kärntens ARBÖ-Geschäftsführer Thomas Jank. Der ARBÖ hat dieser Tage einen Lokalaugenschein vorgenommen und schlägt nun Alarm. „Der Start in die Bike-Saison ist generell eine heikle Phase. Mensch, Motorrad und andere Verkehrsteilnehmer müssen sich erst langsam wieder aneinander gewöhnen. Wenn diese problematische Konstellation dann noch um teilweise wilde Straßenschäden ergänzt wird, steigt die Unfallgefahr für die Biker signifikant“, erklärt ARBÖ-Zweirad-Experte Peter Pegrin, der in den letzten Tagen einigen Kärntner Straßenabschnitten auf zwei Rädern auf den Belag gefühlt hat. Er appelliert deshalb an die heimischen Biker heuer noch vorsichtiger als sonst in die neue Bike-Saison zu starten: „Gerade bei den ersten Ausfahrten hat man das Gerät noch nicht wirklich im Griff. Deshalb betont defensiv und vor allem vorausschauend ans Werk gehen. Denn nicht nur der Fahrbahnschaden selbst, sondern auch ein abruptes Ausweichmanöver vor Schlaglöchern stellen eine Gefahr dar.“

 

ARBÖ-Geschäftsführer Jank fordert daher schon jetzt die zukünftige Kärntner Landesregierung auf, in Sachen Straßensanierung ausreichend finanzielle Mittel bereit zu stellen: „Kaputte Straßen belasten ja nicht nur die Brieftaschen aller motorisierten Verkehrsteilnehmer, sondern stellen, wie unser Zweirad-Lokalaugenschein beweist, auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer dar. Auf zahlreichen Verkehrswegen besteht Gefahr im Verzug.“ Auch rechtlich könnten die vielen Straßenschäden zunehmend zu einem Problem für die öffentlich Hand werden, glaubt Jank: „Sollte zum Beispiel ein Biker nachweislich aufgrund eines Schlaglochs zu Schaden kommen, kann dafür der Straßenerhalter in die Pflicht genommen werden.“ Besonders heikel gestaltet sich die Haftungsfrage auf mautpflichtigen Verkehrswegen, wie Autobahnen oder Schnellstraßen. „Hier trifft den Straßenerhalter eine noch umfangreichere Sorgfaltspflicht als auf nicht bemauteten Strecken“, so Jank. Er rät daher allen Bikern, die mutmaßlich in Folge eines Fahrbahnschadens verunfallen, den unfallkausalen Straßenschaden so gut wie möglich zu dokumentieren: „Je umfassender und glaubhafter die Dokumentation, desto größer die Chance auf Schadenersatz.“

 


In Anbetracht der prekären Situation auf Kärntens Straßen rät der ARBÖ den Bikern:

  • Besonders desolate Straßenabschnitte, wenn möglich, derzeit am besten überhaupt meiden!
  • Fahren auf halbe Sicht, um plötzlich auftretenden Fahrbahnschäden besser und ohne riskante Manöver ausweichen zu können!
  • Speziell in Kurven runter vom Gas – dort wirken sich Fahrbahnschäden besonders gefährlich aus!
  • Die ersten Ausfahrten alleine bestreiten – erst dann die Partnerin/den Partner am Sozius mitnehmen!
  • Unbedingt Stoßdämpfercheck vor der ersten Ausfahrt!