Schneeflöckchen, Fahrradglöckchen


Immer mehr Radler und Radlerinnen treten auch im Winter kräftig in die Pedale. Worauf die Ganzjahresradler besonders achten sollten, haben wir in unseren „Wintertipps“ zusammengefasst.

Des Radlers neue Kleider


Dunkel gekleidete Radler werden von anderen Verkehrsteilnehmern erst auf 25 Metern Entfernung erkannt, hell gekleidete auf 80 Metern. Sind reflektierende Materialien Teil der Kleidung, wird man bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung gesehen. Schnell und einfach: Warnweste, erhältlich u.a. beim ARBÖ, über die Kleidung streifen - klein zusammengefaltet findet sie in jeder Tasche Platz. Sinnvoll ist Funktionswäsche und mehrere dünne Bekleidungsschichten. Warme und Wasser abweisende Handschuhe sollten noch genug Gefühl zum Schalten und Bremsen lassen.
Ein gut sitzender Radhelm schützt bei einem Sturz vor schweren Kopfverletzungen.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt


Die Beleuchtung sollte selbstverständlich einwandfrei funktionieren. Lampen und Reflektoren vor Fahrantritt von Schmutz befreien, um besser zu sehen und gesehen zu werden.

Am besten sind Halogen- oder LED-Beleuchtungen mit Standlichtfunktion statt eines Dynamos. Wichtig und gesetzmäßig vorgeschrieben sind weiters ein weißer nach vorne und ein roter nach hinten wirkender Rückstrahler, gelbe Pedal-Rückstrahler sowie vier gelbe Speichenreflektoren. Es dürfen auch Reflektorfolien statt Rückstrahlern verwendet werden.

Reife(n)prüfung


Breitere Reifen
mit ausgeprägtem Profil eignen sich am besten für Fahrten auf nassen und rutschigen Fahrbahnen. Bessere Bodenhaftung erreicht man, indem man den Luftdruck etwas verringert.

Achtung: Den Mindestdruck laut Herstellerangaben nicht unterschreiten, um Beschädigungen zu vermeiden.

Im Fachhandel werden auch Spikereifen für Fahrräder angeboten, die bei Glätte für Traktion sorgen sollen. Dennoch ist Radfahren bei Glatteis immer ein Risiko.

Rutschpartie


Abgefahrene Bremsbeläge rechtzeitig austauschen, denn Bremsen müssen vor allem im Winter kraftvoll zupacken können. Bei rutschigen Fahrbahnverhältnisse unbedingt mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sein und mit längerem Bremsweg rechnen.

Wichtig:
Immer genügend Abstand halten, um bei einer Notbremsung nicht ins Schleudern zu kommen.

Rahmenhandlung

Besonders in der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich, den Rahmen zu reinigen, da Salz und Nässe Metallteilen zersetzen.

Wichtig: Vermeiden Sie zu viel aggressive Chemie und Hochdruckreiniger. Solche Geräte „schießen“ den Schmutz in kleinste Hohlräume.

Ketten fetten


Wo Öl ist, kann kein Wasser eindringen! Schützen Sie die Kette durch regelmäßiges Schmieren vor Verschleiß.

Wichtig:
Finger weg vor Standard-Ölen aus dem Werkzeugkeller oder Nähmaschinenöl. Verwenden Sie ausschließlich Kettenöl aus dem Fachhandel. Gleichmäßiges Auftragen gelingt am einfachsten mit einem Putztuch.

Achtung:
Bringen Sie kein Öl auf die Felgen, sonst greifen die Bremsen nicht mehr.

In die Gänge kommen


Lässt sich ein Gang nur schwer einlegen, ist das besonders auf winterlicher Fahrbahn ein Risiko. Dann wird Fahrradfahren rasch zum unfreiwilligen Balanceakt.

Tipp:
Bewegliche Teile der Gangschaltung sorgfältig reinigen und ölen.

Schmutzschutz


Schutzbleche halten Rad und Fahrer/Fahrerinnen sauber und trocken und schonen das Material. Nachträgliche Aufrüstung ist mit Schutzblechen aus dem Fachhandel jeder Zeit möglich.