Kinderfahrradsitz

Seit 31. Mai 2011 besteht eine Radhelmpflicht für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr. Verantwortlich dafür, dass das Kind den Helm auch trägt, ist seine Aufsichtsperson. Das gilt auch für Kinder unter zwölf Jahren, die in einem Fahrradanhänger befördert oder auf einem Fahrrad mitgeführt werden.

Ab 16 darf man als Lenker eines Fahrrades Kinder bis 8 Jahre befördern.

Kinder unter 8 Jahren sind mit einem für ihr Alter entsprechenden Kindersitz zu befördern;

Die Beförderung von Kindern über 8 Jahren, kann daher nur mittels Fahrradanhänger erfolgen.


Zum Personentransport müssen Fahrrädanhänger außerdem mit folgendem ausgerüstet sein:    
                                             
    1. mit einer geeigneten Rückhalteeinrichtung
    2. mit einer mindestens 1,5 m hohen, biegsamen Fahnenstange mit leuchtfarbenem Wimpel
    3. mit einer Vorrichtung, die zur Abdeckung der Speichen und der Radhäuser und gegenüber
        Hinausbeugen und gegenüber Kontakt der Beine mit der Fahrbahn wirksam ist.



Personen dürfen nur in Fahrradanhängern befördert werden, die zum Personentransport bestimmt sind. Die Angaben des Herstellers über Gewicht, Größe und Anzahl der zu transportierenden Personen sind einzuhalten. Die Befestigung am Fahrrad darf ausschließlich über eine betriebssichere Kupplung erfolgen.


Sicherheitshinweis:
Da Kinder im Fahrradanhänger bei einem Unfall (Sturz) einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, sollten diese niemals ohne Fahrradhelm oder unangegurtet transportiert werden.
Es darf keine Möglichkeit bestehen, dass die Kinder in die Speichen greifen, sich hinausbeugen und mit den Beinen mit der Fahrbahn in Kontakt kommen können.
Hinaushängende Schals und dergleichen können zum tödlichen Risiko werden und sollten vermieden werden.

Gesetzliche Bestimmungen zum Kinderfahrradsitz:


Der für ein mitfahrendes Kind bestimmte Sitz muss mit dem Fahrradrahmen fest verbunden sein. Der Sitz ist hinter dem Sattel so anzubringen, dass der Fahrer oder die Fahrerin nicht in seiner Sicht, Aufmerksamkeit oder Bewegungsfreiheit behindert oder in seiner Sicherheit gefährdet werden kann. Die Beförderung von mehr als einem Kind ist unzulässig.


Jeder Kindersitz, der in Verkehr gebracht wird, muss ausgestattet sein:    
                                             
    1. mit einem Gurtsystem, das vom Kind nicht leicht geöffnet werden kann,
    2. mit einem höhenverstellbaren Beinschutz,
    3. mit Fixierriemen für die Füße und
    4. mit einer Lehne, die das Abstützen des Kopfes erlaubt.

NEU: Kinder in Transportkisten


Der Transport von Kindern in Fahrrädern mit Transportkisten (vorne und hinten) wird neuerdings ermöglicht. Erforderlich für die Kindermitnahme sind Gurte, die von Kindern nicht leicht geöffnet werden können und natürlich der Kinderhelm. Bis dahin war nur ein Transport von Kindersitzen ausschließlich hinter dem Sattel zulässig.

Mit dem Beschluss der 1. Novelle der Fahrradverordnung im Oktober 2013 ist das nun im Bundesgesetzblattes festgehalten (§ 6 Abs 2a). Hier geht's zum ganzen Text des Bundesgesetzblattes sowie zu den weiteren Neuerungen.


Position des Kindersitzes am Fahrrad


Sitzposition:
Immer hinter dem Sattel, über dem Gepäckträger:

  • Da der Sitz an der Sattelstange befestigt ist, ermöglicht es dem Fahrer Bein- und Bewegungsfreiheit.
  • Das Kind ist vor Fahrtwind geschützt. Wer noch zusätzliches Gepäck mitführen muss, kann dieses in seitlichen Packtaschen verstauen.
  • Verstellbare Rückenlehnen und Fußstützen ermöglichen das Anpassen an verschiedene Kindergrößen.
  • Bitte unbedingt auf das zulässige Höchstgewicht achten!

 

ACHTUNG: Bei älteren Fahrrädern könnte es noch Kindersitze geben, die an der Lenkstange des Fahrrades montiert sind, diese sind in Österreich nicht mehr erlaubt.

TIPPS

  • Nach der Montage des Kindersitzes sollten Sie nochmals überprüfen, ob alle Bauteile gemäß der Montageanleitung montiert und solide befestigt worden sind.
  • Beim Befördern eines Kindes ändern sich die Fahreigenschaften des Fahrrades. Eine Probefahrt mit dem Kind gibt Ihnen für die Verwendung auf der Straße die nötige Sicherheit. Kontrollieren Sie anschließend die Befestigung der Bauteile.
  • Da nicht auszuschließen ist, dass sich das Kind mit den Beinen aus der Schutzvorrichtung befreit, sollten die Speichen des Fahrrades, auf das der Kindersitz montiert ist, möglichst weiträumig abgedeckt sein. Ein Speichenschutz ist im Fachhandel erhältlich.
  • Um zu vermeiden, dass sich das Kind mit den Fingern in die Stahlfedern des Sattels einklemmt, sollte ein Sattel ohne Stahlfeder oder eine Sattelfederabdeckung montiert werden, die im Fachhandel erhältlich ist.
  • Transportieren Sie das Kind niemals, ohne den Sicherheitsgurt und den Fußriemen zu befestigen.
  • Da Kinder auf dem Fahrradsitz bei einem Unfall (Sturz) einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, sollten Sie diese niemals ohne Fahrradhelm transportieren.
  • Lassen Sie das Kind niemals alleine im Kindersitz. Schon durch eine kleine Bewegung des Kindes kann das Fahrrad umstürzen.