Herbsttipps für Radler und Radlerinnen

Vor allem im Herbst gilt: Gut geradelt mit den fünf B. Richtige Beleuchtung, Bekleidung, Bereifung, Bremsen und Bodenhaftung sind gerade jetzt wichtig für Radfahrer!

Nur mit einem technisch einwandfreien Drahtesel radelt es sich verkehrssicher durch den Herbst, denn auf nasser Laubfahrbahn ist schneller ausgerutscht, als mancher Pedalritter glauben mag. Wer im dunklen Outfit, ohne Fahrradbeleuchtung in der Dämmerung unterwegs ist, der spielt mit seinem Leben.

"B"eleuchtung

Empfehlenswert sind Halogen- oder LED-Beleuchtungen mit Standlichtfunktion.

Diese sollte selbstverständlich funktionstüchtig sein. Zusätzlich vom Gesetz vorgeschrieben: Ein weißer, nach vorne und ein roter, nach hinten wirkender Rückstrahler, gelbe Pedal-Rückstrahler sowie vier gelbe Speichenreflektoren. Lampen und Reflektoren regelmäßig von Schmutz befreien, um die optimale Sichtbarkeit zu bewahren.

"B"ekleidung

Dunkel gekleidete Radler werden bei Dämmerung und schlechter Sicht von anderen Verkehrsteilnehmern erst auf 25 Metern Entfernung erkannt, hell gekleidete auf 80 Metern.

Sind reflektierende Materialien Teil der Kleidung, wird man bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung gesehen. Schnell und einfach: Warnweste, erhältlich u.a. beim ARBÖ, über die Kleidung streifen - klein zusammengefaltet findet sie in jeder Tasche Platz. Ein gut sitzender Radhelm schützt bei einem Sturz vor schweren Kopfverletzungen.

In der kalten Jahreszeit sinnvoll: Funktionswäsche , die gegen Kälte schützt, Schweiß jedoch nach außen leitet. Frierende Radler verlieren sehr rasch ihre für den Straßenverkehr lebensnotwendige Konzentration. Warme und Wasser abweisende Handschuhe sollten noch genug Gefühl zum Schalten und Bremsen lassen.

"B"ereifung

Abgefahrene Reifen sind ein Sicherheitsrisiko. Vor allem bei schlechten Wetter. Breitere Reifen mit ausgeprägtem Profil eignen sich am besten für Fahrten auf nassen und rutschigen Fahrbahnen. Um die Bodenhaftung zu erhöhen, Luftdruck etwas verringern. Im Fachhandel werden auch Spikereifen für Fahrräder angeboten, die bei Glätte für Traktion sorgen und bei vorsichtiger Fahrweise ein Wegrutschen verhindern. Aber selbst griffige Spikereifen können nicht physikalische Gesetze überwinden, bei Glatteis ist Radfahren immer ein Risiko.

"B"remsen

Abgefahrene Bremsbeläge rechtzeitig austauschen, denn Bremsen müssen vor allem im Herbst kraftvoll zupacken können. Felgenbremsen haben im Gegensatz zu Trommel- oder Rücktrittbremsen bei Nässe einen längeren Bremsweg. Bei rutschigen Fahrbahnverhältnisse unbedingt mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sein, um bei einer Notbremsung nicht ins Schleudern zu kommen.

"B"odenhaftung


Sattel so einstellen, dass beim Stehenbleiben der Boden mit beiden Füßen erreicht wird. Vorausschauend und mit moderatem Tempo radeln. Beim Lenken ruckartige Bewegungen vermeiden, sonst könnte das Rad auf glitschiger Fahrbahn wegrutschen.