Leasinglexikon: Von Anschaffung bis Restwert

Achtung: Diese Begriffsbestimmungen sind üblich, aber keine gesetzlichen Begriffsbestimmungen und werden von einzelnen Leasinggesellschaften manchmal selbstständig „erfunden“, geschaffen und interpretiert; ebenso wie die hier aufgelisteten Leasingarten.

Dieser Umstand erschwert den Marktvergleich.

Als ARBÖ-Mitglied hat man aber Anspruch auf die ARBÖ-Rechtsberatung. Ein ARBÖ-Verkehrsjurist kann den Leasingvertrag vor der Unterschriftsleistung mit dem Mitglied kostenlos durchsehen.


Anschaffungspreis:
Das ist jener Betrag, den die Leasinggesellschaft zur Anschaffung des Kraftfahrzeuges bezahlt.



Anzahlung/Vorauszahlung: Das ist jene Summe, die der Leasingnehmer zu Vertragsbeginn zahlt und somit die von der Leasinggesellschaft aufgewendete Finanzierungssumme dementsprechend reduziert. Die Anzahlung kann auch in Form der Rückgabe eines Gebrauchtwagens erfolgen. Die Vorauszahlung darf - aus steuerlichen Gründen - nicht mehr als 30 Prozent der Anschaffungskosten betragen


Depotzahlung (oft auch als Sicherheitserlag oder Kaution bezeichnet): Die Depotzahlung, die der Kunde der Leasinggesellschaft beim Vertragsbeginn zu übergeben hat, soll der Sicherstellung von Forderungen des Leasinggebers aus dem Bestand und der Auflösung des Leasingvertrages dienen. Ein vom Kunden erlegtes Depot begründet grundsätzlich (außer es wurde anders vereinbart) einen Rückforderungsanspruch des Leasingkunden, entweder beim Vertragsende oder aliquot während der Leasingvertragslaufzeit. Das Depot wird in der internen Kalkulation der Leasinggesellschaften zinsenmindernd berücksichtigt.



ARBÖ-Tipp: Anbot einmal mit und einmal ohne Depot erstellen lassen, um die finanziellen Auswirkungen des Depoterlags zu prüfen.



Restwert: Das ist der kalkulatorisch festgelegte Endwert der Finanzierung. Dieser sollte zum Vertragsende mit dem tatsächlichen Wert des Leasingfahrzeuges übereinstimmen. Wird das Kfz am Vertragsende nicht angekauft oder weitergeleast, gehen eventuelle negative Differenzen zwischen dem kalkulierten Restwert und dem Marktwert bei der Endabrechnung zur Gänze zu Lasten des Leasingnehmers. Positive Differenzen (der Marktwert übersteigt den Restwert) gehen üblicherweise jedoch nur zu drei Viertel zugunsten des Leasingnehmers, zu einem Viertel zugunsten des Leasinggebers.



ARBÖ-Tipp: Eventuell mit der Leasinggesellschaft verhandeln oder unter Umständen das Kfz selbst kaufen und verwerten (genau überlegen!)



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