Führerschein B mit L 17


Beim sog. "L 17 Führerschein" kann man schon ab dem 15,5 Lebensjahr mit der Ausbildung beginnen, und ab dem vollendeten 17. Lebensjahr die Fahrprüfung ablegen. Neben den allgemein Voraussetzungen, müssen och folgende Anforderungen vorliegen:

 

Anforderung an den Begleiter:

  • Besonderes Naheverhältnis zum Bewerber (Eltern, Geschwister, Personen, die im selben Haushalt leben)
  • Zustimmungserklärung des Erziehungsberechtigten, falls eine andere Person der Begleiter sein soll
  • Besitz des B-Führerscheins seit mindestens 7 Jahren
  • in den letzten 3 Jahren tatsächlich gefahren
  • in den letzten 3 Jahren keine schweren Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften (kein Entzug der Lenkberechtigung)
  • Promille-Grenze während den Ausbildungsfahrten: 0,1 Promille (sowohl für den Begleiter als auch den Bewerber!)


Anforderungen an das Übungsfahrzeug:

jeweils vorne und hinten:

  • "L17" - Tafel
    • weiße, dauernd gut lesbare, unverwischbare, vollständig sichbare Schrift auf hellblauem Hintergrund 
    • Höhe und Länge: 16 cm
  • "Ausbildungsfahrt" - Tafel
    • dauernd gut lesbare, unverwischbare, vollständig sichtbare Schrift
  • keine ausdrückliche gesetzliche Regelung, wonach Verwendung außerhalb der Ausbildungsfahrten verboten wäre, jedoch in jüngster Zeit im Bewilligungsbescheid ausdrücklich festgehalten, wodurch in diese Fällen die Tafel bei anderen als Ausbildungsfahrten zu entfernen ist


Die Übungsfahrten dürfen nur in Österreich durchgeführt werden.



Die 10 Ausbildungsschritte zu L17

 

1. Grundschulung in der Fahrschule:

  • a. Theoretische Schulung (mind. 26 Unterrichtseinheiten)
  • b. Praktische Schulung (mind. 12 UE)
  • c. Bestätigung der Absolvierung durch die Fahrschule

 

2.  freiwilliges Vorbereitungsgespräch in der Fahrschule:

  • a. Besprechung der bisher trainierten Elemente
  • b. praktische Anleitung für die Ausbildungsfahrten (max. 2 UE)


3. Einholung.der.Bewilligung.der Ausbildungsfahrten:


4. Erste.1000-km-Ausbildungsfahrt mit dem Begleiter:

  • a. Verpflichtung zur wahrheitsgemäßen Führung eines Fahrtenprotokolls
  • b. Unterfertigung druch den Führerscheinwerber und den Begleiter


5. Erste.begleitende.Schulung in der Fahrschule:

  • a. Ausbildungsfahrt (1 UE): Bewerber, Begleiter und Fahrlehrer
  • b. Individuelles Gespräch (Mindest-Lehrinhalt: Geschwindigkeit und Blicktechniken;je nach Erfolg der Ausbildungsfahrten 1 bis 2 UE)
  • c. Bestätigung der Absolvierung dieses Moduls durch die Fahrschule

 

6. Zweite.1000-km-Ausbildungsfahrt mit dem Begleiter:

  • a. Verpflichtung zur wahrheitsgemäßen Führung eines Fahrtenprotokolls
  • b. Unterfertigung durch den Führerscheinwerber und den Begleiter


7. Zweite.begleitende.Schulung in der Fahrschule:

  • a. Ausbildungsfahrt (1 UE): Bewerber, Begleiter und Fahrlehrer
  • b. Individuelles Gespräch (Mindest-Lehrinhalt: Partnerkunde und Gefahrenlehre; je nach Erfolg der Ausbildungsfahrten 1 bis 2 UE)c. Bestätigung der Absolvierung dieses Moduls durch die Fahrschule

 

8. Dritte.1000-km-Ausbildungsfahrt mit dem Begleiter:

  • a. Verpflichtung zur wahrheitsgemäßen Führung eines Fahrtenprotokolls
  • b. Unterfertigung durch den Führerscheinwerber und den Begleiter

 

9. Perfektionsschulung in der Fahrschule:

  • a. Achtung: Die Perfektionsschulung kann auch in die Grundschulung integriert werden!
  • b. Theoretische Schulung (6 UE)
  • c. Praktische Schulung (Schulfahrten mit Prüfungssimulation und einer Autobahnfahrt (max. 3 UE)
  • d. Individuelles Gespräch mit Mindest-Lehrinhalt: Beeinträchtigung beim Lenken eines Kfzje nach Erfolg der Ausbildungsfahrten 1 bis 2 UE)
  • e. Bestätigung der Absolvierung dieses Moduls durch die Fahrschule


10. NEU ab 2013: verpflichtende Perfektionsfahrt

 11. Ablegung.der Führerscheinprüfung mit Vollendung des 17. Lebensjahres

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