7.08.18

ARBÖ-Techniker rettete Stubentiger aus Auto!

Kater befreit – in den Finger gebissen!

ARBÖ Techniker Manuel Bauer aus Wörterberg

„Wir glauben, da ist ein Tier im Motorraum unseres Autos“, sagte ein Pärchen aus der Steiermark, als es in das ARBÖ-Prüfzentrum nach Oberwart kam. Die Steirer verbrachten einige Tage in Bad Tatzmannsdorf. Als sie sich in ihren Geländewagen setzten und die Heimreisen antreten wollten, bemerkten sie seltsame Geräusche im Motorraum ihres Fahrzeugs.

 

Sie vermuteten, in der Nacht hat sich ein Marder im Auto eingenistet. Sie sind deshalb direkt von Bad Tatzmannsdorf nach Oberwart zum ARBÖ gefahren“, sagt ARBÖ-Techniker Manuel Bauer aus Wörterberg. „Als ich die Motorhaube öffnete, habe ich neben der Maschine zwischen der Batterie, Schläuchen und Kabeln einen jungen schwarzen Kater entdeckt. Zum Glück nicht auf der Seite des Auspuffs, denn sonst hätte sich das Tier verbrannt und wäre am Ende gestorben!“ Der Streuner muss in der Nacht in den Motorraum geklettert sein und konnte dann nicht mehr raus.

 

Auf der acht Kilometer langen Fahrt von Bad Tatzmannsdorf nach Oberwart ist der junge Kater auf der Abdeckplatte unter dem Motor gesessen und zum Glück nicht runtergefallen. „Damit ich das Tier rausholen konnte, habe ich den Geländewagen auf der Hebebühne hochgehoben und die Platte abgeschraubt“, erzählt der ARBÖ-Techniker. „Erst dann konnte ich den Kater befreien.“ Schockiert und erschrocken biss der junge Kater seinen Retter, nachdem dieser ihn aus dem Auto rausgezogen hatte, kräftig in den Ringfinger der rechten Hand. Da die Wunde stark blutete, fuhr Manuel Bauer zur Sicherheit ins Spital ließ den Finger desinfizieren und verbinden.

 

Die Mitarbeiter im ARBÖ-Prüfzentrum Oberwart versorgten den schwarzen Kater – dem sie nach seiner Rettung den Namen „Blacky“ gegeben haben – mit schnell herbeigeschafftem Tierfutter und Milch und alarmierten das Tierschutzhaus. Der junge Stubentiger beruhigte sich rasch, ließ sich dann auch von seinem Retter streicheln und wurde richtig anschmiegsam.

 

Das Happy End: Schon wenige Stunden nach seiner Befreiung aus dem Auto im Oberwarter ARBÖ-Prüfzentrum hat der kleine Streuner aus Bad Tatzmannsdorf eine neue Familie gefunden, die ihn aus dem Tierschutzhaus geholt hat. „Und meinem Ringfinger geht es auch schon besser! Die Bisswunde heilt bereits zu!“, freut sich Manuel Bauer.