21.08.17

Unbeliebte Urlaubsgeschenke: Strafen im Ausland!

Wie soll man sich als Fahrzeughalter verhalten?

Kurz vor dem Ende der Sommerferien: „Die Urlauber kommen zurück, und beim ARBÖ laufen die Telefone heiß“, sagt ARBÖ Burgenland Präsident Dr. Peter Rezar. „Grund dafür sind Verkehrsstrafen aus den Urlaubsländern wie Italien, Slowenien, Ungarn oder Kroatien.“ Die Behörden greifen auf das gesamte Potpourri an möglichen Verkehrssünden zurück: Falschparken, Geschwindigkeitsübertretungen oder nicht bezahlte Autobahngebühren. Zum Teil wird jede noch so winzige Verfehlung im Straßenverkehr mit horrenden Strafen geahndet. „Den Autolenkern bleibt meist keine andere Möglichkeit, als die Strafe zu zahlen“, meint der ARBÖ-Präsident.

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Die rechtliche Deckung für das Eintreiben der Strafe ist mit dem EU-Rahmenbeschluss über die Vollstreckung ausländischer Verwaltungsstrafen gegeben. Dieser sieht vor, dass alle in einem EU-Mitgliedstaat verhängten Geldstrafen und Geldbußen ab 70 Euro (Ausnahme Deutschland: bereits ab 25 Euro) EU-weit vollstreckt werden können. Dennoch ist die Vorgehensweise ausländischer Behörden teilweise bedenklich: Denn die Strafen – egal wie hoch – werden oft direkt von Inkassobüros oder Anwälten aus Deutschland, Kroatien Schweden oder England „eingetrieben“.

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Wie soll man sich als Fahrzeughalter verhalten? Erhält man eine Strafe, sollte man diese wenn möglich noch direkt vor Ort bezahlen, weil damit eine höhere Zahlung vermieden werden kann. Wer den Strafzettel nach dem Urlaub nach Hause geschickt bekommt, sollte zuerst abklären, ob der Vorwurf wirklich gerechtfertigt ist. Wenn ja, sollte die Strafe auf jeden Fall bezahlt werden, um am Ende noch höheren Strafforderungen zu entgehen.

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Für Fragen zu den „unbeliebten Urlaubsgeschenken“ steht die ARBÖ-Rechtsabteilung ihren Mitgliedern kostenlos telefonisch unter der Nummer Tel: 050 123 123 zur Verfügung.