6 gute Gründe

Sechs gute Gründe
Warum der ARBÖ die Ökoprämie begrüßt.
Europa macht es uns vor. Die Ökoprämie soll nun auch hierzulande den Autokäufern als Anreiz geboten werden, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Verkehrssicherheit, Umwelt und Autowirtschaft profitieren erheblich von dem einfachen Modell, das sich überdies praktisch von selbst finanziert.
Lesen Sie die sechs wichtigsten Gründe, warum der ARBÖ die ab April eingeführte Ökoprämie begrüßt.
Grund 1: Ganz Europa lockt mit Kaufanreizen
Mit der erst kürzlich für Deutschland beschossenen Abwrackprämie sind es schon 302 von 500 Millionen Europäer, denen beim Eintausch alter Autos finanzielle Anreize angeboten werden bzw. wurden.
Es gibt keinen Grund, warum den österreichischen Autokäufern positive Anreize zum raschen Ersatz alter Pkw länger vorenthalten werden, wie sie die Deutschen, Franzosen, Spanier, Griechen, Italiener, Portugiesen, Rumänen und Niederländer schon haben.
Es ist höchste Zeit, dass österreichische Autofahrer, die ohnehin tief in die Tasche greifen müssen, ein Zuckerl angeboten bekommen. Jeder Konsument kann dann selbst entscheiden, ob er es in Anspruch nehmen möchte, oder nicht.
Grund 2: Das Modell ist einfach und hat große Wirkung
Jeder, der von April bis Dezember 2009 seinen über 13 Jahre alten Pkw gegen ein neues Auto eintauscht erhält eine Prämie von 1.500,- Euro überwiesen.
Alte Autos endgültig von der Straße weg zu kriegen, hat drei entscheidene Vorteile: Verkehrssicherheit, Umwelt und Wirtschaft.
Grund 3: Mehr Verkehrssicherheit durch Neuwagen
Eines muss allen klar sein: 13 Jahre alte Autos sind zwangsläufig sicherheitstechnisch nicht so gut ausgestattet wie neue Fahrzeuge. Ganz im Gegenteil: Durch den technischen Fortschritt der letzten Jahre liegen da sogar Welten dazwischen!
Heutzutage sind Autos serienmäßig mit einer Reihe von Sicherheitssystemen wie ABS, ESP und Airbag ausgestattet, die bei einem Unfall bei weitem mehr Schutz bieten und Unfälle präventiv vermeiden. Das zeigt sich auch in den Unfallstatistiken der letzten Jahre. Wenn Alt-Pkws durch neue ersetzt werden, steigt somit die Sicherheit auf Österreichs Straßen erheblich.
Grund 4: Die Prämie ist ein Turbo für die Umwelt
Da alte Fahrzeuge (EURO 0, EURO 1) zwangsläufig ein Vielfaches an Schadstoffen ausstoßen, ist es ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Umwelt, wenn alte Fahrzeuge schlagartig endgültig aus dem Verkehr gezogen werden.
Dazu ein Beispiel:
Ein fünfzehn Jahre alter Diesel-Pkw stößt 104 Mal soviel Schadstoffe (Stickoxide, Feinstaub, Kohlenmonoxid) aus, produziert um 30 Gramm mehr CO2 und verbraucht im Schnitt 20 Prozent mehr Treibstoff als ein neuer.
Aus alt mach neu
Es macht ökologisch Sinn, dass alte Pkw nicht in ein anders Land verscherbelt werden und dort weiterfahren, sondern mit Hilfe einer Ökoprämie endgültig von der Straße wegkommen und wiederverwertet werden.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Verschrottung bedeutet nicht Wertvernichtung. 85 % der Alt-Pkws werden durch Rückgewinnung von Stahl und Blech und durch Energiegewinnung bei Verbrennungen wieder dem Kreislauf zugeführt. Nur ein kleiner Anteil der Autos landen tatsächlich auf der Deponie.
Gelänge es damit, auch nur 30.000 von 1,2 Millionen alten Pkw für immer aus dem Verkehr zu ziehen, könnte man pro Jahr knapp 9.000 Tonnen Schadstoffe vermeiden und für die laufende Kioto-Periode noch gut 80.000 Tonnen CO2 einsparen. Und zwar nachhaltig.
Allein dieser Vergleich zeigt, wie sinnvoll es aus Umweltschutzgründen ist, diese alten Fahrzeuge so schnell wie möglich ein für alle Mal aus dem Verkehr zu ziehen. Die Umwelt dankt!
Grund 5: Die Prämie kurbelt die Auto-Wirtschaft an - gerade in Krisenzeiten
Seit der NoVA-Reform im Juli 2008 geht es mit den Neuwagenverkäufen in Österreich bergab: In Summe wurden zwischen Juli und Dezember 2008 4,8 Prozent weniger Neuwagen als im Jahr davor verkauft.
Dem derzeitigen rückläufigen Neuwagenkauf könnte man mit der Ökoprämie ideal entgegensteuern. Es ein effizientes Instrument, kurzfristig über die Krise zu helfen.
Fazit: Ökologie und Ökonomie ist hier kein Widerspruch.
Grund 6: Die Prämie finanziert sich quasi "von selbst"
Bei 30.000 eingetauschten Autos müsste der Staat nur 22,5 Millionen Euro für die Aktion aufbringen, da die Autobranche die andere Hälfte finanziert.
Die gute Nachricht ist:
Diese Kosten (24 Millionen Euro) kann der Staat finanzieren, ohne das Budget zu belasten. Obwohl die Neuwagenverkäufe seit Juli 2008 in Österreich rückläufig sind, hat der Finanzminister allein in den ersten vier Monaten nach der NoVA-Reform 24 Millionen Euro mehr kassiert. So können sich die Autokäufer diese Aktion zum Großteil praktisch selber finanzieren.
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