Stau vermeiden und im Stau richtig reagieren 16.07.2009
Einfache Verhaltensregeln um in Stausituationen vorwärtszukommen und dabei Nerven zu bewahren. Plus: Die Beifahrer-Gebote.
Fahrregeln gegen den Stau
- Bei dichtem Verkehr „ausgleichend“ und vorausschauend fahren.
- Den Abstand zum Vordermann möglichst gleichmäßig halten (Faustregel: Halber Tachowert in Metern), unnötiges Aufflackern der Bremslichter vermeiden.
- Lücken entschlossen nutzen und zügig einordnen.
- Reißverschlusssystem durch vernünftige Abstandswahl ermöglichen. Vorrang nicht stur durchsetzen.
- Wenn abgezweigt werden muss, rechtzeitig rechts einordnen. Falls notwendig auch hinter Lastwagen einordnen. Unvermutetes Rechtsabbiegen provoziert Panikbremsungen.
- Im Stau keine zu großen Lücken entstehen lassen, mitfahren, versuchen, den Verkehrsfluss am Laufen zu halten.
- Nach Stauende entschlossen beschleunigen. Mit trägen Fahrzeugen (beispielsweise Fahrzeuge mit einem Wohnwagen im Schlepptau) nach dem Stau nicht sofort überholen.
Fahrregeln im Stau
- Fahren sie mit ausreichendem Sicherheitsabstand an das Stauende heran und schalten sie die Warnblinkanlage ein.
- Halten sie für Rettungs- und Polizeifahrzeuge eine Gasse oder den Pannenstreifen auf jeden Fall frei (bei dreispurigen Autobahnen zwischen der mittleren und der linken Fahrspur).
- Versuchen sie trotz des Ärgers ruhig und entspannt zu bleiben. Selbstvorwürfe oder Wutausbrüche schaden nur ihren Nerven. Hören sie Musik oder singen sie ein Lied!
- Wenn der Verkehr ganz zum Erliegen kommt, stellen sie Ihren Motor ab.
- Öffnen sie ihre Autotüren vorsichtig. Schließlich mogeln sich Motorradfahrer gerne zwischen Autoschlangen hindurch.
- Schalten sie den Verkehrsfunk ein und suchen sie auf der Straßenkarte eventuell nach Ausweichstraßen, die ebenfalls zum Ziel führen.
- Haben sie Kinder im Auto, dann beschäftigen sie diese mit Spielen.
- Hat sich der Stau dann letztendlich aufgelöst, versuchen sie nicht die verlorene Zeit durch übertriebenes Schnellfahren hereinzuholen. Verständigen sie lieber eventuell auf sie Wartende, dass sie später kommen.
Die Beifahrer-Gebote
Der ideale Co-Pilot steht dem Autofahrer mit Rat und Tat zur Seite. Und bremst ihn gegebenenfalls auch ein.
- Beifahrer sollten zurückhaltend sein. Ungerechtfertigte Kritik verunsichert nur den Fahrer und kann Aggressivität fördern.
- Beifahrer sollten nicht ablenken. Unterhaltung für den Fahrer ist die eine Seite, "Sensationsgeschichten", die irritieren und die volle Aufmerksamkeit erfordern, die andere.
- Beifahrer sollten helfen - zum Beispiel bei der Suche nach der richtigen Autobahnausfahrt oder dergleichen.
- Beifahrer sollten einbremsen - falls sich der Fahrer überschätzt. Alle zwei bis drei Stunden sollte eine Pause eingelegt werden. Das Füttern während der Fahrt lenkt nur ab.
- Auch Aushilfs-Copiloten müssen etwas von der Autotechnik verstehen. Abgesehen vom gelernten Kartenlesen, sollte der gute Beifahrer auch wissen, wo sich im Fahrzeug das Warndreieck, die Autoapotheke, die Warnweste oder der Feuerlöscher im Fahrzeug befindet aus. Im Notfall können schließlich vier Hände besser helfen als zwei.


