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ARBÖ Wien: Wer City-Maut nicht will, muss handeln 06.02.2010

Foto: ARBÖ/Henisch
(von links nach rechts): Ing. Hermann Klein (Präsident des ARBÖ Wien), Dr. Rudolf Ertl (Ehrenpräsident des ARBÖ Wien)

Grafik: ARBÖ
Öffnung der Baustellen Abfahrt Simmering

ARBÖ Wien mit neuem Präsidenten - Für provisorische Öffnung der Abfahrt Simmering


"Es gibt keinen einzigen Grund für zusätzliche Ein- und Ausfahrtsgebühren in Wien. Wer die City Maut nicht will, muss handeln und seine Stimme persönlich oder per Post abgeben", appellierte Dr. Rudolf Ertl am Samstag bei der Landeskonferenz des ARBÖ Wien. Nach zehn Jahren Präsidentschaft beim ARBÖ Wien wurde Dr. Ertl zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit gekürt. Zum neuen Präsidenten des ARBÖ Wien wurde Ing. Hermann Klein gewählt, Herbert Hübner wurde wieder als Landesgeschäftsführer bestellt.
 
Schwerpunkte der Landeskonferenz waren der Widerstand gegen die City-Maut, die verkehrspolitischen Leitlinien und der harmonische Generationswechsel des ARBÖ Wien.
 
Eine zusätzliche Ein- und Ausfahrtsmaut am Ring oder Gürtel oder gar an der Stadtgrenze spaltet die Wiener Bevölkerung, ist unsozial und produziert ausgerechnet dort mehr Verkehr,  wo es in den Morgen- und Abendstunden jetzt schon staut.", fasst Dir. Herbert Hübner, Geschäftsführer des ARBÖ Wien, die wichtigsten Argumente in einem Video zusammen, das ab sofort  auch auf You Tube zu sehen ist.
 
Als wichtige stau-lindernde Maßnahme forderten die Delegierten wegen kommender Groß-baustellen auf der A 23 die provisorische Öffnung der seit Jahrzehnten  gesperrten Abfahrt  Simmering nach Vorbild der ebenfalls wegen Bauarbeiten damals provisorisch errichteten A4-Abfahrt Alt-Simmering (siehe Skizze).
 
Der ARBÖ Wien versteht sich als treibende Kraft für die Aufrechterhaltung und den Ausbau der städtischen Mobilität, die nicht auf den Autoverkehr reduziert werden darf. So setzt sich der ARBÖ Wien nicht nur für eine weitere Verbesserung des Radwegnetzes in Wien ein, sondern auch für eine starke Förderung von Rad-Abstellanlagen und Schließfach-Anlagen, wo Radfahrer z.B. ihre Helme verstauen können. Ähnliches gilt für Fahrrad-Garagen, bei denen der ARBÖ Wien  an einem vielversprechenden Pilotprojekt in Margareten beteiligt ist. Als eine echte Mobilitätsalternative sieht der ARBÖ das Fahren mit E-Cycles an (elektrounterstützte Fahrräder), das von der Kommune und den Energieversorgern  auch in Form passender Infrastruktur unterstützt werden soll (z.b. E-Tankstellen, öffentliche Abstellplätze) und bietet auch seine Prüfzentren als geeignete Andockstellen für E-Cycles an.
 
Mit Ing. Hermann Klein (46), Geschäftsführer IG Immobilien Management GmbH, konnte einmal mehr ein Mann aus der Wirtschaft für die rein ehrenamtliche Funktion des Präsidenten des ARBÖ Wien gewonnen werden.

Der scheidende Präsident des ARBÖ Wien Dr. Rudolf Ertl, kann seinem Nachfolger eine gut aufgestellte, investitionsfreudige Landesorganisation mit 9 Standorten, 116 Mitarbeitern und operativ deutlich verbessertem Plus übergeben. "Konsequent angepeilte Ziele wurden erreicht, seit 2006 über 7 Mio. investiert. Gleich zwei neue Vorzeige-Standorte gingen in Betrieb: das richtungsweisende neue Prüfzentrum in der Leopoldstadt an der A23 und das allen internationalen Standards entsprechende neue Fahrsicherheits-Zentrum mit Verkehrsübungsplatz in Kagran, das die legendären Anlage  des ARBÖ am Flugfeld Wien Aspern abgelöst hat, ohne einen einzigen Betriebstag zu verlieren". Abgeschlossen wurde im Herbst 2009 die Qualitätsmanagement - Zertifizierung des ARBÖ Wien nach ISO 9001:2008. Die Zeichen sind auch in der Zukunft auf Investitionen und Erweiterung  gestellt: 700.000 Euro werden 2010 in die Wiener Standorte investiert, der Löwenanteil fließt bis April in Ausbau und Renovierung  des Prüfzentrums Süd (Triester Straße).