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ARBÖ zur geplanten NoVA-Reform: Abkassieren nützt der Umwelt nicht 22.10.2007

Schon Autos mit nur 6 Liter Dieselverbrauch sollen abgestraft werden


"Man kann keinem Menschen einreden, dass ein PKW mit einem Verbrauch von 6 Liter Diesel oder 6,8 Liter Benzin eine Dreckschleuder sein soll. Aber genau solche Fahrzeuge wollen Finanz- und Umweltminister mit ihrer NoVA-Reform abstrafen, indem sie ab einem CO2-Ausstoss von 160 Gramm pro Kilometer mehr NoVA verlangen", kritisiert ARBÖ-Generalsekretär Peter Stuppacher. Mit einem Bonus belohnt werden sollen Autos mit weniger als 4,5 Liter Diesel- und weniger als  5,1 Liter Benzin, die unter 120 Gramm CO2 ausstoßen. Die von Molterer und Co vorgeschlagene Reform läuft auf eine reines Abkassieren aus, sowohl heute als auch morgen. Denn nur 50 von derzeit 8.013 am Markt angebotenen Modellen sind derzeit bonusfähig". Man kann auch in Zukunft nicht erwarten, dass alle Autofahrer auf einen Kleinwagen umsteigen. Negativ betroffen sind vor allem Pendler, Familien und alle, die berufsbedingt aufs Auto angewiesen sind, die beim besten Willen nicht auf ein stärkeres Fahrzeug verzichten können. Der CO2-Verbrauch kann nicht das einzige Kriterium beim Autokauf sein". Abkassieren nützt der Umwelt nichts", stellt Stuppacher fest und fordert den Finanzminister auf, endlich bekannt zu geben, was mit den 440 Millionen zusätzlicher Mineralölsteuer passiert, die er durch die saftige Erhöhung derselbigen den Autofahrern, wieder unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, Jahr für Jahr abknöpft.

Der ARBÖ wehrt sich entschieden gegen das derzeitige NoVA-Modell, das dem Fiskus 30 Millionen Mehreinnahmen garantiert und die Autokäufer belastet. Der ARBÖ tritt dafür ein, die NoVA auch schon für PKW zu senken, die 5,3 Liter Diesel bzw. 5,9 Liter Benzin verbrauchen, also 140 Gramm pro Kilometer CO" ausstoßen". Dann würden immerhin 30 Prozent aller Autokäufer von der Reform profitieren". Eine weitere Ökologisierung der NoVA, die ohnehin schon auf den Normverbrauch abstellt, kann sich der ARBÖ dann vorstellen, wenn sie den Kauf  CO2-armer Fahrzeuge belohnt und die wirklichen „Vielverbraucher“ bestraft. Das von Molterer und Co vorgeschlagene NoVA-Modell kommt zum falschen Zeitpunkt, ist in sich unausgegoren und garantiert mehr Steuereinnahmen, sowie mehr Bürokratie in der Praxis, so der ARBÖ weiter.

Die Autokäufer sind verunsichert, der Automarkt in Österreich rückläufig. Unausgegoren: Hybridfahrzeuge sollen einen höheren Bonus von 500 Euro lukrieren, obwohl sie CO2-mässig nicht immer besser abschneiden als manche Dieselfahrzeuge. Sie spielen ihre Umweltvorteile nur in Stadtgebieten aus und nicht Überland oder auf Autobahnen. "Hier ist noch eine Menge nachzubessern.", so der ARBÖ Generalsekretär.